Karl Valentin: „O du lieber Meingott!“


Foto: BR2

„Bei Gott ist kein Ding unmöglich“, heißt es in der Bibel. Gibt es einen eindrücklicheren Beweis dafür, als dass einer der Träger des Karl-Valentin-Ordens heute Papst ist? Er sieht in ihm einen überkonfessionellen Humoristen.

Von Martin Maier SJ – BR2

Über Valentins persönliche Einstellung zu Religion und Glaube ist nicht allzu viel bekannt. Als Kind evangelischer Eltern wurde er evangelisch getauft. Es gibt von ihm ein Foto als Konfirmand im Anzug und mit Gesangbuch in der Hand. Seine Tochter Bertl berichtet, dass er die Kirche mehr von außen als von innen betrachtete. Doch in seiner Brieftasche waren ständig zwei Heiligenbilder: die Schwarze Madonna von Altötting und die Darstellung eines Schutzengels mit riesigen Flügeln, der zwei Kinder schützend über einen Steg führt. Der Publizist Wilhelm Hausenstein, der mit Valentin eng verbunden war, sagt über den Komiker: „Er hat niemals, auch nur mit einem Hauch, das religiöse Gefühl oder eine kirchliche Institution beleidigt.“

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