Mormonen taufen Eltern von Simon Wiesenthal


Nazi-Jäger Simon Wiesenthal starb 2005 in Wien. (Bild: Keystone/AP/Ronald zak)

Die umstrittene Religionsgemeinschaft der Mormonen hat zahlreiche Holocaust-Opfer nachträglich getauft. Eigentlich dürfte sie das nicht mehr – doch jetzt wurde ein neuer Fall bekannt.

20 Minuten Online

Mitt Romney ist derzeit nicht zu beneiden. In den Umfragen wird der republikanische Präsidentschaftskandidat von seinem erzkonservativen Rivalen Rick Santorum bedrängt. Sein knapper Sieg bei der Vorwahl in Maine am letzten Sonntag wird angezweifelt. Und nun sieht er sich auch noch mit negativen Schlagzeilen konfrontiert, welche die Mormonen betreffen, jene umstrittene Religionsgemeinschaft, der Romney selber angehört.

Dabei geht es um die Taufe von Verstorbenen, die von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, der mit Abstand grössten Mormonen-Gemeinde, ausgiebig praktiziert wird. Die Seele des oder der Verstorbenen soll die Möglichkeit erhalten, das Jenseits-Konzept der Mormonen nachträglich anzunehmen. Offiziell ist die Totentaufe nur für Vorfahren von Kirchenmitgliedern möglich, in der Praxis ist sie längst ausser Kontrolle geraten. Zahlreiche historische Figuren, von Hitler bis Papst Johannes Paul II., wurden posthum getauft.

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1 Comment

  1. NIcht nur das. Es wurde, hab ich online gelesen, auch jemand postum getauft, der noch lebt.

    Es sollte mich kein bisschen wundern, wenn diejenigen, die solche dubiosen Taufen veranlast haben, jetzt auch die sind, die sich darüber beklagen, und zwar aus wahltaktischen Gründen. Sehr raffiniert!

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