Phantasien in Purpurrot


Kardinäle im Wind: Auf dem Begräbnis von Papst Johannes Paul II. © REUTERS

Das Konsistorium am Samstag hätte schöne Routine sein sollen, doch Vermutungen über einen Machtkampf im Vatikan werfen einen Schatten auf die Versammlung der Kardinäle.

Von Jörg BremerFrankfurter Allgemeine

Eigentlich hätte das Konsistorium an diesem Samstag im Vatikan schöne Routine werden sollen; stattdessen spricht man in Rom von einem Machtkampf in der Kurie. Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone muss sich gegen Schläge aus dem Dunkeln verteidigen; und es ist nicht klar, ob die Angriffe nur ihm gelten oder auch Papst Benedikt XVI.

In regelmäßigem Abstand, meist zu Beginn oder Ende eines Jahres, beruft der Papst die Kardinäle ein und nutzt das Konsistorium, um den neu ernannte Purpurträgern ihre rote, viereckige Kopfbedeckung, das Birett, den Kopf zu setzen. Der Vatikanpalast öffnet sich danach, und die Römer durchschreiten die prunkvollen Hallen, um den neuen Kardinälen zu gratulieren.

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3 Comments

  1. Alaaf und Helau….un‘ dä Zuch‘ kütt’…die 5. Jahreszeit hat offenbar mit Benedikt XVI – alias Ratzinger – nun auch in Rom Einzug gehalten…schön bunt und teuer kostümiert ist dieser römische Elferrat oder das katholische Festkommittee..anstatt Orden gibt es dort Ringe…aber kein Blech wie im Rheinland..nur wenig Funke’marie’schen sah man im Vatikan….das würde die Sitzung dort auflockern….auch die Bütt hat man vermisst….obwohl der Ratzinger immerhin 10 Jahre Profs an der rheinischen Uni in Bonn war…
    ;-))

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  2. Keine Angst, die alten Krähen hacken sich schon kein Auge aus und wenn der eine oder andere dabei unter die Räder kommt geht die Welt nicht unter und wäre nicht wichtiger als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Ganz im Gegenteil, an einem Sack Reis können sich viele Arme satt essen.

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