„Religionsfreiheit ist immer auch die Freiheit der Ungläubigen!“


Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Am vergangenen Montag traf Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit dem UN-Generalsekretär Ban Kin Moon in New York zusammen. Kauder behauptete dabei gegenüber Ban Ki Moon, dass das Christentum die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt sei. HVD-Vizepräsident Helmut Fink kritisiert die „eingeschränkte Perspektive“ bei dem Thema.

Von Helmut Finkdiesseits.de

Entsprechendes hatte Kauder in der Vergangenheit immer wieder betont, um für einen besonderen Schutz christlicher Gläubiger zu werben. Ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International konnte auf Anfrage im August 2011 Kauders Behauptungen jedoch nicht bestätigen. Verfolgt werden tatsächlich Angehörige jedes Glaubens bzw. Unglaubens. Die Verhaftung des saudi-arabischen Journalisten Hamsa Kaschgari zeigt ebenso wie der Fall des vom islamischen Glauben abgefallenen Alexander Aan in Indonesien, dem im größten muslimischen Land der Welt ein Prozess wegen Blasphemie droht.

Gegenüber dem Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte Kauder nun ebenfalls erneut, die Vereinten Nationen müssten „in Zukunft stärker auf die weltweite Wahrung der Religionsfreiheit achten“, mahnte Kauder. Brisant sei die Lage vor allem für die christlichen Gläubigen nicht nur in der muslimischen Welt, sondern auch in nordafrikanischen Staaten wie Ägypten oder in Syrien. Ban Ki Moon soll dazu erklärt haben, er sei durch „religiös motivierte Menschenrechtsverletzungen beunruhigt.“

Im Interview mit dem Kölner Domradio meinte Kauder anschließend zur Frage des Stellenwerts der  Religionsfreiheit, diese sei „das existenziellste Menschenrecht“ und er äußerte sein Bedauern, dass es eine „ganz konkrete Resolution zur Situation verfolgter Christen kaum geben wird.“

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4 Comments

  1. @Argus 7
    Kauder sollte auch einmal darüber nachdenken,

    Bei dem was der an sinnfreiem Geschwurbel von sich gibt, hat er das Denken schon in der Pubertät verloren. Könnte er denken, hatte er einen ehrlichen Beruf gelernt und wäre nicht politischer Schaftelhuber geworden.

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  2. KAUDERwelsch find ich einfach Spitze. Danke dafür.
    Auch ich bin übrigens für Religionsfreiheit. Allerdings meine ich frei von Religion.
    Es würde mich nicht wundern, wenn dieser Wirrgeist zum Kreuzzug nach Afrika aufrufen würde. Der war immer schon seltsam gestrickt.

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  3. KAUDERwelsch stand kürzlich treffend über einem Kommentar zum verschrobenen Weltbild dieses christlichen Kirchturmspolitikers. Leider ist bei Kauder wenig vom aufklärerischen Geist des Grossherzogtums Baden angekommen; Kauder’s Kultukampf ist eben global.
    😉
    Schon mal was von Kauder zu Menschenrechtverletzungen gehört?

    .

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  4. Ich muß da irgendwie etwas nicht bekommen haben !? Deshalb die Frage an Herrn Kauder: „Wurden in der Zeit von 1939 bis 1945 6,3 Millionen Christen vergast, oder waren es vielleicht doch 6,3 Millionen Juden ?“

    Kauder sollte auch einmal darüber nachdenken, was die Religioten – egal, welcher Glaubensrichtung – in der Geschichte der Menschheit schon alles an Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben. Aber offenbar reicht sein geschichtliches Wissen nicht aus, um sich an die blutigen Verbrechen des Christentums zu erinnern !

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