Kernprobleme der RKK: Machtstrukturen und Zölibat


Machtstrukturen und Zölibat sind für Kruip die Kern-Probleme. Foto: Jens Schulze (Bild: dpa) Vergrößern

Bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals muss sich die katholische Kirche nach Ansicht des Mainzer Theologen Gerhard Kruip «dringend» mit zwei Kern-Problemen beschäftigen: dem Thema Machtstrukturen und dem Thema Zölibat.

Von Birgit ReichertAllgemeine Zeitung, dpa

«Das sind problematische Felder, die auch hinter der Missbrauchsproblematik stehen – und bislang viel zu wenig angegangen worden sind», sagte der Professor für christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Es geht da natürlich auch ein Stück weit ans Eingemachte.»

Es stelle sich die Frage, ob der zölibatäre Priesterberuf nicht junge Männer anziehe, die insgesamt Probleme mit ihrer Sexualität hätten, sagte Kruip – einer der Initiatoren des Theologen-Memorandums vor gut einem Jahr. Da werde das Priesterseminar «als eine Art Zufluchtsort zur Bewältigung von persönlichen Problemen» gesehen. Auch im Kampf gegen den Priestermangel fordert Kruip die Aufhebung des Pflichtzölibats. Kirchenrechtlich sei das gar nicht so problematisch. «Rom könnte zulassen, dass in Deutschland aufgrund der pastoralen Situation Ortsbischöfe selbst entscheiden, ob sie nicht auch verheiratete Männer zu Priestern weihen», sagte der Theologe.

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5 Comments

  1. Die haben ihr eigentliches Kernproblem immer noch nicht verstanden:
    Die nicht vorhandene ehrliche Auseinandersetzung mit den Opfern und angemessene Entschädigung und lebenslange finanzielle Hilfe für dieselben. Und keine Ostereier.

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  2. Es stelle sich die Frage, ob der zölibatäre Priesterberuf nicht junge Männer anziehe, die insgesamt Probleme mit ihrer Sexualität hätten, sagte Kruip

    Da wacht einer als Rufer in der Wüste auf.

    Die krasse religiöse Sexualfeindlichkeit erzieht sexuell gehemmte Menschen, indoktriniert aufgewachsen scheitern sie am späten Konflikt zwischen dem religiösem Anspruch und ihrer Sexualität. Beim Eintritt in die Kirche sind sie vor oder in der pubertären Entwicklung ohne diese je zu beenden, sie bleiben psychosexuell auf dem kindlichen Niveau mit Doktor-Spielen stecken. Die 5 Jahre dauernde pubertäre Umorientierung des Gehirns zum Erwachsenen entgleist so in psychopathologischer Missachtung von Moral und Ethik, Lernunfähigkeit mit Enthemmung, Empfindungsarmut und Mangel jeglicher Sozialkompetenz. Die Sexphantasien drängen immer mehr nach Befriedigung. Als idealer Ausweg erscheint den total Verklemmten der Zölibat frei vom teuflischen Sex, der nach ewig gültiger Wahrheit der Kinderficker-Sekte durch Gebete, Selbstkasteiung und innere Einkehr zu überwinden ist. Der sexuelle Missbrauch steigt dabei proportional mit der ausgeübten Macht im System, gut zu beobachten bei vielen Sekten. Dazu kommt die Abhängigkeit mit 10% von Alkohol, Drogen, Medizin und Spielsucht. Priester John Regan verzockt in Las Vegas 295.000 US$, das Bistum Maribor 800 Mill. €, Bischof Leo Nowak aus Magdeburg 45 Mill. € und Dominikaner Francesco Rico 700.000 €.

    Pädophile sind als schwer Hirngeschädigte unheilbar, sie haben Persönlichkeitsstörungen wie Schwerstkriminelle, befriedigen ihre sexuellen Bedürfnisse durch Machtausübung, sind nicht lernfähig, kennen weder Empathiefähigkeit noch ein Schuldbewusstsein. Empathiemangel ist eine schwere narzisstische Persönlichkeitsstörung wie beim Attentäter Anders Breivik, der sich für auserwählt hält. Bei 5% Prozent der Menschen ist die Ausschüttung des Hormons Oxytocin der Gehirnzellen und damit das moralisch-ethische Empfinden gestört, welches angeblich nur der Glaube an Gott vermittelt. Die Gestörten können sich nicht entwickeln, kindlicher Mangel an Zuneigung und Körperkontakt zu den Eltern sowie frühe Erfahrung von Gewalt und Missbrauch lassen im Gehirn diese Funktion verkümmern. Kein Kirchenführer bedauert die Opfer des sexuellen Missbrauchs, sondern beklagt wie Kardinal Lehmann vehement die Hetzjagd gegen die von Gott auserwählte Religion als Christenverfolgung und diffamiert die Opfer als geldgierig.

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  3. Tja, wenn die Katholiban mein Laden wären, säßen die Kinderficker schon längst im Knast. Als Chef muss man manchmal auch Härte zeigen.

    Doch nicht so konsequent moralisch im Watschikan.
    Wein predigen und nur mit Wasser kochen.

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