Störrische SPD-Laizisten


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Trotz der ablehnenden Haltung der Parteispitze wollen Laizisten in der SPD weiter für eine stärkere Trennung von Religion und Staat in Deutschland kämpfen. „Wir machen die Erfahrung, dass unsere Anliegen an der Basis der SPD auf sehr große Resonanz stoßen“, sagte Michael Bauer, Bundessprecher der Laizisten-Gruppierung, in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd.

DERWESTEN

Trotz der ablehnenden Haltung der Parteispitze wollen Laizisten in der SPD weiter für eine stärkere Trennung von Religion und Staat in Deutschland kämpfen. „Wir machen die Erfahrung, dass unsere Anliegen an der Basis der SPD auf sehr große Resonanz stoßen“, sagte Michael Bauer, Bundessprecher der Laizisten-Gruppierung, in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd.

„Ich glaube, dass wir emotional und symbolisch ein sehr wichtiges Thema besetzt haben.“ Bauer verwies auf die Millionen Menschen, die als kirchliche Mitarbeiter „von den wirklich überholten Sittengesetzen der christlichen Kirchen“ betroffen seien. Es sei „ein ursozialdemokratisches Thema“, hier für Freiheit zu sorgen.

Der SPD-Vorstand verweigert der Gruppe mit rund 1.000 Mitgliedern die Anerkennung als offizieller Arbeitskreis. Parteichef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles wiesen unlängst Vorwürfe zurück, die Sozialdemokraten verprellten damit die Freidenker in der Partei.

3 Comments

  1. Hallo, Sospetto,

    Du bist gut ! Ich diskutiere doch stets mit allen Leuten überaus höflich !!! Mag ja sein, dass meine Kommentare hin und wieder etwas ruppig ausfallen. Aber das ist nicht unhöflich, sondern lediglich ungeschminkt und somit ehrlich. Religioten verhalten sich im übrigen ja auch nicht sehr höflich. Sie versorgen die Welt mit verlogenen Bibelstories und sonstigem esoterischem Mist. Die Leute zu belügen, ist schließlich auch nicht die feine Art und eine grobe Unhöflichkeit. In diesen Fällen muß man dann eben mit entsprechenden Worten Klartext reden. Diese von den Religioten aller Konfessionen unters gutgläubige Volk gebrachten Fantasy-Stories haben zudem ja eine viele Jahrhunderte alte Tradition. Als Traditionslügner müßte man sie eigentlich bezeichnen. Das ist eine Steigerung zu den normalen Gelegenheits- und Alltagslügnern, denen man in der Politik häufig begegnet. Beispiele gefällig ? Wulff, Guttenberg usw. Eine Liste, die man beliebig fortsetzen könnte ! Und das wäre nicht mal unhöflich, sondern eine traurige Wahrheit.

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  2. Hallo Argus,
    erstaunlich höflich. Das bin ich von Dir nicht gewohnt. 😉 Ich gebe Dir in allen Punkten recht und wünschte mir, dass viele aktive Parteimitglieder dies auch täten.

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  3. Meine heutige E-Mail an parteivorstand@spd.de

    Guten Tag,

    zeit meines Lebens habe ich noch keine einzige Wahl versäumt. Ich war auch lange Jahre SPD-Mitglied und als solches Mitglied im Kreisvorstand. Außerdem nahm ich aktiv an mehreren Wahlkämpfen teil. Aus persönlichen Gründen bin ich dann vor geraumer Zeit (wegen parteiinternem Mobbing) aus der SPD ausgetreten, habe jedoch weiter die SPD gewählt.

    Damit hat es jetzt allerdings ein Ende. Ich werde meinen Wahlschein bei der nächsten Bundestags- und Landtagswahl ungültig machen. Diesen Entschluß habe ich deshalb getroffen, weil ich die überaus undemokratische Haltung z.B. von Andrea Nahles und Wolfgang Thierse, aber auch von Herrn Gabriel, empörend finde. Deren Verweigerung zu einem Arbeitskreis „Laizisten in der SPD“ ist zutiefst undemokratisch und nicht länger hinnehmbar. Zeitlebens habe ich als bekennender Atheist kein Problem damit gehabt, christliche Politiker zu wählen. Religion war für mich eine reine Privatsache und hat in der Politik für mich keine Rolle gespielt. Nachdem sich in letzter Zeit aber immer mehr Politiker dazu veranlaßt sahen, ihre religiöse Einstellung in die Politik miteinzubringen, ist es an der Zeit, dieser einseitigen Parteinahme entgegen zu treten.

    In der SPD hat man offenbar noch nicht wahrgenommen, dass die Konfessionslosen in unserem Lande längst in der Mehrheit sind. Dessenungeachtet hat man sowohl die demokratischen Rechte als auch die Gefühle dieser Mehrheit völlig ignoriert und z.B. dem Papst einen Auftritt im deutschen Bundestag zugestanden. In der SPD-Führung ist man sich offensichtlich noch nicht bewußt, dass die Stimmung im Lande bereits im Umkippen ist. Wenn in der Öffentlichkeit erstmal bekannt wird, dass auch Konfessionslose, Atheisten und Freidenker ungewollt – sozusagen durch die Hintertüre – Kirchensteuer bezahlen, kann das Thema Religion und Laizismus unversehens zu einem wahlentscheidenden Thema werden. (Stichworte: Kündigung des Konkordates und der diversen Staatsverträge)

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