In der Armut beten – HILFT


Für die Erlösung des Unglücks in der Armut beten. Bild: Jens Wenk/hkw

Spiritualität, Selbstorganisation und Erlösung: Das Projekt „Urban Prayers“ widmet sich religiösen Bewegungen in den Städten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

von Ulrich Gutmair taz

Auf der Schnellstraße von Lagos nach Ibadan kommt es vermehrt zu Verkehrsunfällen. Evangelikale Kirchen haben entlang der Route religiöse Zentren errichtet. Sie ziehen in Massen Menschen an, die gerettet und geheilt werden wollen. Der größte dieser sakralen Orte ist das Redemption Camp der Redeemed Christian Church of God. Sein Auditorium umfasst zwei Quadratkilometer Grundfläche.

Das Camp selbst ist zu einer Stadt angewachsen, die sich als gottgefälliger Gegenentwurf zum 20-Millionen-Einwohner-Moloch Lagos versteht, in dem Korruption, Armut, Rechtlosigkeit und Gewalt, kurz apokalyptische Zustände herrschen, wie Asonzeh Ukah in seinem Beitrag in „Urban Prayers“ schreibt.

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1 Comment

  1. Die Lebenserwartung ist ein zuverlässiger Indikator von Wohlstand, Sicherheit und medizinischer Versorgung. Die Jäger und Sammler der Steinzeit werden 30–35 Jahre alt, zur Zeitenwende mit paranoiden Mythen sind es 35–50 Jahre. Unter einer alles dominierenden Religion im Mittelalter wird gebetet, geopfert, gesühnt, Kriege geführt und Kathedralen gebaut um gesund zu werden. Trotzdem löschen Seuchen in Europa etwa 50% der Menschheit aus. Heute mit dem wissenschaftlichen Stand in Medizin, Pharmazeutik sind die Zahlen wie folgt:

    Lebenserwartung 2010 Land
    82,7 Jahre Japan
    81,5 Jahre Australien
    79,2 Jahre EU-27, USA
    72,3 Jahre Brasilien
    72,8 Jahre Saudi Arabien
    71,8 Jahre Türkei
    66,5 Jahre Russland
    63,5 Jahre Indien
    51,6 Jahre Süd Afrika

    Was ist los mit dem galaktischen Heimwerker, versteht er das Portugiesisch der betenden Brasilianer oder das Russisch der Russen nicht. Hat Allah als Hüter der supergeilen Jungfrauen keine Ahnung von den Leiden seiner betenden Muslimen. Was machen die vielen Christen in Südafrika verkehrt, verteilen die Priester heimlich infizierte Kondome an AIDS-Kranke. Eine logische Erklärung ist, Beten ist nur Zeitvergeudung ohne Wirkung. Im Himmel ist niemand der die Gebete hört, den Bakterien und Viren als Krankheitserreger ist es vollkommen egal.

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