Franzosen streiten um Schächtung


Foto: arbeitskreis-tierschutz.de

Die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, schürt im Präsidentschaftswahlkampf anti-muslimische Gefühle. Sie verbreitet irreführende Behauptungen über sogenanntes Halal-Fleisch, das Muslime ohne religiöse Bedenken essen können.

VON SYLVIE STEPHANRP ONLINE

In Frankreich ist eine hitzige Debatte über „Halal“-Fleisch entbrannt – Fleisch, das von geschächteten Tieren stammt, so wie es der Koran gläubigen Muslimen vorschreibt. Ausgelöst hat die Diskussion Marine Le Pen, Chefin der rechtspopulistischen Front National mit ihrer Behauptung: „Alles Fleisch, das im Großraum Paris vertrieben wird, ist ohne das Wissen der Verbraucher halal.“

Auch wenn sich ihre Äußerung inzwischen als Halbwahrheit erwiesen hat, legte Le Pen offenbar doch den Finger in eine Wunde des Landes, das sich mit dem Islam und der Integration der fünf Millionen Muslime noch immer schwer tut. Le Pen poltert: „Die Rinder werden nach einem Ritual einer Religion geschlachtet, der ich nicht angehöre.“ Traditionell hetzt die blonde Juristin gegen die angebliche Islamisierung ihres Landes. Zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl verschärft sie ihren Ton.

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1 Comment

  1. Und auch dieses Problem wäre automatisch und nebenbei gelöst – durch Veganismus.

    „Die Diskussion um das Minarettverbot in der Schweiz zeigte deutlich die strukturelle Identität von Speziesismus und Theismus. Minarette und Schächten sind religiös bedingt. Wer nur dies kritisiert, greift zu kurz. Kritik daran hat häufig einen ausländerfeindlichen Hintergrund. Nazis lehnen Minarette und Schächten ab, nicht jedoch christliche Kirchen oder christliches Schlachten. Menschen- bzw. Tierrechtlern geht es nicht um Lärm- oder Tierschutz, sondern um Menschenrechte/Antitheismus bzw. Tierrechte/Antispeziesismus. Religion und Tierausbeutung sind abzulehnen und damit auch Kirchen und Morde (welcher Sekte bzw. Mordmethode auch immer); einschließlich Moscheen und Schlachten, einschließlich wiederum Minaretten und Schächten. Nicht durch Gewalt, wie Theisten bzw. Speziesisten, die damit ihre eigene Denkweise projizieren, vielfach unterstellen, sondern im Gegenteil die der Religion und dem Unveganismus immanente Gewalt ablehnend. Das bedeutet, den theistischen wie den speziesistischen Wahn aus den Köpfen zu bekommen.“ „Fleisch, in dem noch Blut ist“ http://antispe.de/txt/blut.html

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