Anne Frank von Mormonen-Sekte posthum getauft


Bild: Israel Magazin/YadVashem

Anne Frank, wurde in diesem Monat von der christlichen Sekte der Mormonen in einem Ritual posthum getauft. Die Zeremonie fand Berichten zufolge, am vergangenen Wochenende in einem Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, in der Dominikanischen Republik statt.

Israel Magazin

Aufgedeckt wurde der skandalöse Vorfall von Helen Radkey, einem ehemaligen Mitglied der Mormonen-Sekte, die sich zu einem Hinweisgeber auf solche Aktivitäten entwickelt hat. Anne Frank, wurde im Zeitraum von 1989 und 1999 bisher mindestens ein Dutzend Mal getauft, sagte Radkey der Huffington Post.

Der neuerliche skandalöse Vorfall, ist mitlerweile der Zweite innerhalb von einer Woche, nachdem entdeckt wurde, dass die Eltern von Nazi-Jäger Simon Wiesenthal im letzten Monat von der Sekte postum getauft wurden. Wiesenthal war ein Überlebender des Holocaust, der 2005 starb. Seine Mutter wurde 1942 im Nazi-Todeslager Belzec ermordet.

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2 Comments

  1. Kann man Glauben stehlen? Wem wurden denn Seelen gestohlen? Den Getauften oder der jüdischen Gemeinde? Oder dem Kerkermeister die Gefangenen? Wie ist das nach dem Tod mit dem Glauben? In der Gegenwart Gottes, wo alles offenbar wird? Wird ein gerechter Gott den nachträglich Getauften nicht Gerechtigkeit zuteil werden lassen? Die nachträglich Getauften müssen diese Gabe nicht annehmen, wenn sie nicht wollen, ebensowenig, wie jeder Sterbliche nicht das Sühnopfer Christi annehmen muss, wenn er nicht will.

    Es sollte eigentlich allgemein bekannt sein, dass Mormonen daran glauben, dass die Toten immer noch ihre Entscheidungsfreiheit haben. Viel interessanter ist die Frage, warum das ausgerechnet in der Zeit der Vorwahlen in USA derart aufgebauscht wird. Es sollte mich kein bisschen wundern, wenn diejenigen, die hier lauthals VERTRAGSBRUCH schreien, auch diejenigen sind, die solche dubiosen Taufen veranlassen.

    Wenn jemand die Taufe 10 mal empfängt, ist das natürlich Unsinn im Quadrat. Interessant ist auch die Selbstgerechtigkeit, die hinter diesen Worten steckt, offensichtlich von jemandem, dem niemals irgendwelche Fehler unterlaufen.

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