Gottes Werk und Darwins Beitrag

Foto: brightsblog/Naturkundemuseum Berlin

Menschen, Tiere, Pflanzen sind nicht in einem Schöpfungsakt entstanden, sondern Ergebnis der Evolution: Charles Darwins Erkenntnis war in der Wissenschaft ein Riesenerfolg, dennoch gibt es bis heute Streit darum.

volksfreund.de

Am absoluten Anfang sagte Gott drei Worte: „Es werde Licht.“ Und es ward Licht. Nachzulesen ist dieser Erzähleinstieg im Alten Testament. Mit ihm beginnt die Genesis, die biblische Schöpfungsgeschichte. Sie ist ein Mythos von der Geburt des Lebens, einer von vielen.
Ob Ägypter, Chinesen oder die Urvölker Australiens, ob Griechen, Sumerer oder Juden: Sie alle kennen Schöpfungsmythen, die ihnen die Entstehung der Welt und ihren eigenen Ursprung erklären sollen.

Kulturgeschichte der Menschheit

Dass es vielleicht doch kein Machtwort Gottes oder eine Laune der Götter war, mit der das diesseitige Leben begann, und auch keine göttliche Lotosblüte, aus der es stieg: Diese Ahnung dämmerte bereits einigen Menschen in der Antike. Denker wie Thales von Milet suchten nach nicht-mythologischen Erklärungen für das Prinzip Leben.

Wasser als Ursprung des Lebens

Der griechische Naturphilosoph meinte, das Wasser sei Ursprung allen Lebens. Sein Zeitgenosse Anaximander ging einen Schritt weiter: Er nahm an, dass die ersten Menschen sich aus fischähnlichen Wesen entwickelten, also im Wasser entstanden und später an Land gingen. Anaximander vermutete also bereits eine Art evolutionären Prozess hinter der Entstehung des Lebens.

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Die US-Präsidentschaft, Kandidat Rick Santorum und seine erzkonservativen Ideen

Bild: AG EvoBio

Zurzeit laufen in den USA die Vorwahlen der Republikaner zur nächsten Präsidentenwahl. Mehrere Kandidaten sind im Rennen, einer von ihnen ist der erzkonservative Rick Santorum, der von sich mit rechts-populistischen Slogans Reden macht und damit ganz erstaunliche Erfolge erzielt.

Von Andreas BeyerAG EvoBio

So glaubt er nicht an ein Recht auf Privatsphäre, auch nicht innerhalb der Ehe. Abtreibung lehnt er in jedem Fall – auch bei Inzest und Vergewaltigung – ab. Santorum verdammt Homosexualität und erst recht homosexuelle Beziehungen in jeder Form und meint, ein Vater im Gefängnis sei besser als ein homosexueller Vater: Homosexualität, Analverkehr, Sodomie und Inzest setzt er gleich. Einen Klimawandel gibt es seiner Ansicht nach nicht, der sei bloß von den Linken erfunden worden. Die Trennung von Staat und Religion will er aufheben; in der Schule soll Kreationismus gleichberechtigt mit der Evolutionstheorie gelehrt werden.

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(Wahl)kampf um die Christen auf dem „Markplatz der Religionen“

Nicht nur unter katholischen Schwestern findet Präsidentschaftsbewerber Santorum (l.) Anhänger. Foto: AFP/Pugliano

Eiferer gegen die Homoehe und Schwangerschaftsabbrüche selbst nach einer Vergewaltigung machen im Vorwahlkampf lautstark von sich reden. Der tiefreligiöse republikanische Präsidentenbewerber Rick Santorum ist im Aufwind. Wo aber steht die bisher schweigende Mehrheit der US-amerikanischen Christen?

Von Max Böhnel ND

In keinem anderen Land der Welt sind die Christen so schwer zu durchschauen wie in de USA. Das liegt zum einen daran, dass »Gods own country« im Vergleich mit anderen Industrienationen tatsächlich eine Bastion des Glaubens geblieben ist. Zwei Drittel der Amerikaner glauben, dass es einen Gott gibt, in Westeuropa nur ein Drittel. Fast die Hälfte der US-Amerikaner geht einmal pro Woche in die Kirche – in Skandinavien jeder Zwanzigste, im katholischen Spanien jeder Vierte. Dazu kommen die Bedeutung von Religion in der Gesellschaft, die schiere Masse und die unvergleichliche Vielfalt der Christen, die das Land zwischen Atlantik und Pazifik zur Ausnahmenation in Sachen Christentum machen. 76 Prozent der Bevölkerung sind nach den letzten verfügbaren Zahlen von 2008 Christen, schätzungsweise also 235 Millionen. Damit sind die USA das Land mit den meisten Christen weltweit.

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Klimawandel-Skeptiker, Heartland Institute und gehackte E-Mails

Screenshot der Website des Heartland Institute

Klimawandel-Skeptiker vom Heartland Institute hatten gehackte E-Mails genutzt, um Widersacher zu diskreditieren. Jetzt offenbaren interne Dokumente eine peinliche Abhängigkeit des Instituts von der Industrie

Von Hermann PloppaTelepolis

Das Heartland Institute war nie zimperlich. Jene große Phalanx von Wissenschaftlern, die vor einer massiven Klimaveränderung durch Abgase und Partikel von Industrie, Verkehr und Landwirtschaft warnen, wurde von jener kleinen kampflustigen Denkfabrik aus Chicago angeklagt: Die Diagnostiker des Klimawandels seien hysterische Alarmisten. Sie wollten die Wirtschaft mit „sozialistischen“ Regulierungen in die Knie zwingen. Sie wollten die Öko-Diktatur, um interessierten Kreisen aus der regenerativen Energiebranche wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Um materielle Vorteile zu ergattern, hätten die „Klima-Alarmisten“ Statistiken verfälscht und unklare Befunde allzu eindeutig interpretiert.

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Konrad Zdarsa: »Kirche ist keine Demokratie«

Bild. T-Online

Unbeeindruckt von heftiger Kritik hält der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa an seinen Plänen für eine grundlegende Sturkturreform in seiner Diözese fest. Bei verantwortungsvollen Entscheidungen dürfe man sich nicht von Stimmungen leiten lassen, sagte Zdarsa dem in Ingolstadt erscheinenden „Donaukurier“ (Montagausgabe). Dass ihm das als Arroganz ausgelegt werde, damit müsse er rechnen. Zudem warb der Bischof am Wochenende in einem Hirtenbrief bei den Gläubigen um Offenheit für die geplanten Reformen.

T-Online

In dem Hirtenwort zur Fastenzeit, das am Sonntag in allen Gottesdiensten in der Diözese verlesen werden sollte, betonte Zdarsa: „Es wird notwendig sein, Vertrautes und Gewohntes mutig zu überdenken, Kräfte zu bündeln, Strukturen zu vereinfachen und neue Wege zu beschreiten.“ Er habe mit seinen Mitarbeitern über eine „Neuordnung der pastoralen Räume“ nachgedacht. „Das bedeutet nicht, dass gravierende Veränderungen quasi ‚über Nacht‘ und ‚von oben‘ vorgenommen werden“, versicherte der Bischof. Vielmehr habe hier „der vernünftige, respektvoll vorgenommene Dialog seinen Platz“.

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