Bischöfe, das kirchliche Arbeitsrecht und der „Dritte Weg“


Robert Zollitsch
Robert Zollitsch (CC-by-sa/3.0/de by Schwarzwälder)

Es ist ein alter Streit: Geht es den rund 1,3 Millionen Angestellten der Kirchen in Deutschland schlechter als ihren Kollegen bei anderen Arbeitgebern? Nein, sagen die Bischöfe – und gehen in die Offensive.

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Gewerkschafter wie die Leute von ver.di sagen ja und fordern die Abschaffung der kirchlichen Sonderwege bei der Tariffindung. Und sie finden Rückhalt für ihre Forderungen bei den Grünen und der Linkspartei, die das Thema im März erneut auf die Agenda des Bundestags gesetzt hat.

Am Dienstag ging der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz außerhalb der Tagesordnung der Frühjahrsvollversammlung in Regensburg in die Offensive. Die Kirche zahle „in der Regel“ besser, betonte er. Sie gehe außerdem gegen die wenigen schwarzen Schafe in den eigenen Reihen vor, die durch Outsourcing oder Leiharbeit die Gehälter zu drücken versuchten. Im übrigen sei die Tarifbindung der kirchlichen Einrichtungen mit „mindestens 80 Prozent“ sehr hoch. Bis Ende 2013 müssten sich die Tarifflüchter entscheiden: Entweder sie kehren zurück oder sie verlieren die kirchliche Anerkennung.

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3 Comments

  1. Religion ist nun mal ein riesengroßes Geschäft. Das wird nicht zuletzt an der arbeitnehmerfeindlichen Haltung der beiden christlichen Kirchen so richtig deutlich sichtbar. Und wenn’s um den Profit geht, haben die kirchlichen Arbeitgeber sich stets die besseren Karten vorbehalten. Das hat bei den Religioten längst Tradition. „Gutes Tun auf Kosten der Anderen“ ist nun mal deren Handlungsdevise. Eine ziemlich scheinheilige Haltung, aber solange es kaum jemand bemerkt, funktioniert die Geschichte eben immer noch.

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  2. Es geht ja nicht nur ums Geld, sondern vor allem um die Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer

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