Im Hasenkostüm Kirchenaustritt

Als Hasen wollen die Kritiker aus der Kirche austreten (Symbolfoto)
Foto: picture-alliance / Defodi/picture alliance

Zu Ostern wollen zahlreiche Religionskritiker gesammelt aus der Kirche austreten. Dazu wollen sie sich in ein Hasenkostüm werfen.

Von Jasmin MaxwellHamburger Abendblatt

Die Vorbereitungen für das Hasenfest laufen bei Thorsten Barnickel auf Hochtouren. Die Website ist online, die Facebook-Gruppe gegründet. Ein Hasenkostüm ist auch schon gekauft. Barnickel und andere Religionskritiker rufen im Internet zum kollektiven Kirchenaustritt zu Ostern auf – oder auch zum Hasenfest, wie Barnickel lieber sagt.

Hinter der Aktion „Austritt zum Hasenfest“ stehen unter anderem das Online-Magazin FICKO und die Regionalgruppe Mainz/Rheinhessen der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung, deren zweiter Vorsitzender Barnickel ist. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie in Mainz zum Kirchenaustritt aufgerufen, damals machten etwa 30 Menschen mit. „Das war eher eine spontane Facebook-Aktion“, sagt Barnickel. In diesem Jahr will er bundesweit Austrittswillige mobilisieren. In neun Städten seien bereits konkrete Aktionen geplant, neben Mainz etwa in Köln, München und Trier.

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Karl May: Der katholische Protestant

Karl May, Bild: lexikus.de

Vor 100 Jahren starb Karl May. Der Vater von Winnetou, Old Shatterhand, Old Surehand, Old Firehand, Hadschi Halef Omar und vielen anderen Helden transportierte in seinem Werk ein „humanistisch-christliches Weltbild“, sagt Helmut Schmiedt.

domradio.de

domradio.de: Professor Schmiedt, ein Thema über das eher selten gesprochen wird, wenn von Karl May die Rede ist, ist die Rolle der Religion oder der Konfessionen in seinen Romanen. Er war von Haus aus ja evangelisch?
Schmiedt: Ja, er war von Haus aus evangelisch und er ist das auch Zeit seines Lebens geblieben, also er ist nie übergetreten. Aber er hatte, und das ist wahrscheinlich mehr oder weniger Zufall gewesen, seine ersten größeren literarischen Erfolge in katholischen Publikationsorganen, in katholischen Zeitschriften. Und man ging eigentlich davon aus, wenn das jemand tut, dann ist er katholisch. Es gab zum Beispiel eine berühmte Zeitschrift, auch heute noch wird sie oft genannt, die „Gartenlaube“, die evangelisch war,  und dann gab es den „Deutschen Hausschatz“, der katholisch war, und Karl May hatte seine Erfolge im „Hausschatz“, galt deshalb als katholisch. Er hat sich auch nicht dagegen gewehrt, wenn etwa in Lexika oder Schriftstellerverzeichnissen hinter seinem Namen das „K“ für katholisch auftauchte. Bis dann irgendwann mal herauskam, dass es sich so gar nicht verhielt, was man ihm auch vorgehalten hat.

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Kirchenbeitritt bei Bier und Brezen

Das Müllner Bier der Augustiner Brauerei ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt und beliebt

Im berühmten Augustiner Bräustübl Mülln in der Stadt Salzburg hat der Pfarrer und Mönch Franz Lauterbacher einen neuen und immer populäreren Weg gefunden, ausgetretene Schäfchen der Kirche wieder zum Katholizismus zurückzuholen.

Von Gerald LehnerSalzburg ORF.at

Rund 300 Menschen kehren jedes Jahr in der Erzdiözese Salzburg in die katholische Kirche zurück.

Mit Bier und Leberkäse zurück zum Papst

Es könnten aber noch mehr Rückkehrer sein, wenn der Weg zurück unbürokratisch und eher anonym ermöglicht werde, sagte der Müllner Pfarrer und Benediktinermönch Franz Lauterbacher. Er hat den Beweis bereits im letzten Dezember erstmals angetreten und lädt nun Freitagabend ab 18.00 Uhr wieder Eintrittswillige ins Müllner Bräustübl ein.

Wein und Brot sind bei diesem Job eher out, Bier und Brezen gefragt: Lauterbacher hat bereits Erfahrung mit diesem Angebot zum unkomplizierten Wiedereintritt in die Kirche.

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Glaube und Fanatismus: Macht Religion gewalttätig?

Bild: http://www.livenet.ch

Krieg im Namen Gottes statt Nächstenliebe, Mitgefühl, Versöhnung… Seit es Religionen gibt, fühlen sich fanatische Anhänger zu den schlimmsten Verbrechen gegen «Ungläubige» berechtigt, ja verpflichtet.

jesus.ch

Sind Glaube und Gewalt untrennbar verbunden? Das Monatsmagazin «Geo» hat die Frage «Wie gefährlich ist Religion?» zum Titelthema erkoren. Auf über 40 Seiten versuchen die Autoren, sich dem Phänomen des individuellen und kollektiven Glaubens traditioneller Religionen und seinen Facetten zu nähern.

Für die «Geo»-Ausgabe vom April 2012, die gerade erschienen ist, stellt Chefredakteur Peter-Matthias Gaede zunächst im Editorial klar: «Die grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts waren Verbrechen religionsverachtender Regime, waren Verbrechen von säkularen Massenmordsystemen mit den weltlichen Despoten Hitler und Stalin, Mao und Pol Pot an der Spitze.»

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Salamworld – eine Art Facebook mit Kopftuch

Bild: tagesschau.de

Alles online und alles frei von gewaltsamen oder obszönen Inhalten – die Macher von Salamworld in Istanbul planen ein eigenes soziales Netzwerk nur für Muslime. Das Kopftuch gehört mit zur Philosophie, aber von einer Online-Moschee könne keine Rede sein. Doch viele junge Leute sind skeptisch.

VonThomas BormannARD-Hörfunkstudio Istanbul

Salam – so begrüßt man sich in arabischen Ländern. Salam heißt Frieden. Das neue, islamische soziale Netzwerk Salamworld hat also seine friedlichen Absichten schon im Namen enthalten.

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BA für Verfassungsschutz: ultrakatholische Internetseite „kreuz.net“ grundgesetzwidrig

Screenshot Brightsblog

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die ultrakatholische Internetseite „kreuz.net“ als grundgesetzwidrig ein. Der Präsident der Behörde, Heinz Fromm, antwortete auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Volker Beck.

Kölner Stadt-Anzeiger

Ein Vorstandsmitglied von „Pro Köln“ veröffentlicht auf der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als grundgesetzwidrig eingestuften Internetseite „kreuz.net“. Das ergibt sich aus der Antwort des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm auf eine Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen, Volker Beck.

Fromm schreibt, die Seite zeichne sich „durch homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen“ aus. Etliche Beiträge seien nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und überschritten „die Grenzen zur Strafbarkeit“.

„kreuz.net“ bezeichnet sich selbst als „Initiative einer internationalen Gruppe von Katholiken in Deutschland und Übersee, die hauptamtlich im kirchlichen Dienst tätig sind“. Die katholische Kirche hat sich allerdings wiederholt von „kreuz.net“ distanziert. Die Seite wurde auf den Bahamas registriert. Der Verfassungsschutz stößt nach eigenen Angaben bei im Ausland befindlichen Servern an seine Grenzen.

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Homosexualität in Russland: Hassgesetz in der Duma

Hauptbefürworter des Verbots von "Homo-Propaganda" ist der Abgeordnete Wjatscheslaw Lysakov von der Regierungspartei "Einiges Russland"

Das öffentliche Sprechen über Homosexualität soll in Russland nun auch landesweit unter Strafe gestellt werden. Abgeordnete aus Nowosibirsk brachten einen entsprechenden Gesetzentwurf in das Parlament ein, berichtet die russische Presseagentur Interfax.

QUEER.DE

Ähnliche Gesetze, die „Propaganda für Homosexualität“ verbieten, waren zuvor trotz internationaler Proteste in St. Petersburg und anderen Regionen Russlands verabschiedet worden (queer.de berichtete). Wer in der Öffentlichkeit über Homosexualität spricht, muss beispielsweise in St. Petersburg bis zu 500.000 Rubel (ca. 12.800 Euro) Strafe zahlen – mehr als ein durchschnittliches Jahresgehalt.

Erst in der vergangenen Woche verteidigte der russische Außenminister Sergej Lawrow die regionalen Verbote mit der Begründung, dass Russland unabhängig von europäischen Werten das Recht haben müsse, die Gesellschaft vor „Homosexuellen-Propaganda“ zu schützen. Auch die einflussreiche russisch-orthodoxe Kirche sowie prominente Vertreter der von Präsident Wladimir Putin geführten Regierungspartei „Einiges Russland“ hatten sich zuvor in den Medien für eine landesweite Ausweitung des Gesetzes ausgesprochen.

Grundgesetz unwichtig: Staatsleistungen an die Kirchen

© Firma V - Fotolia.com

Seit fast einhundert Jahren gibt es einen Verfassungsauftrag, die Staatsleistungen an die Kirchen abzuschaffen. Die Politik hat das bislang lieber ignoriert und auch ein neuer Vorstoß der Linken wird wohl erfolglos bleiben. Der Staat wird dennoch nicht untergehen, wenn die Kirchen finanziell geschont werden, kommentiert Prof. Dr. Heinrich Amadeus Wolff.

Legal Tribune Online

An der Frage des Verhältnisses von Staat und Kirche scheiden sich die Geister. Themen aus dem Gebiet des Staatskirchenrechts sind extrem streitträchtig. Ganz besonders, wenn es um die finanzielle Ausstattung der Kirchen geht. Das war schon immer so, und wird vermutlich auch immer so bleiben. Diese Uneinigkeit ergreift dabei jede Ebene, auch die des Verfassungsgebers.

Vergangene Woche hat die Bundestagsfraktion der Linken ein weiteres Kapitel in dem Streit aufgeschlagen und einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht. Dieser sieht vor, dass der Bundesgesetzgeber Grundsätze aufstellt, nach denen die Länder Staatsleistungen an die Kirchen abschaffen können. Dadurch soll ein Verfassungsauftrag umgesetzt werden, der seit mehr als 90 Jahren ignoriert wird.

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No Easter this Year, they have found the Body

Bild: (c) AP (Ben Curtis)

Das ORF-Programm zu Ostern steht ganz im Zeichen des wichtigsten Fests der Christenheit – samt Gedenkminute zur „Todesstunde Jesu“. Die Initiative „Religion ist Privatsache“ geht dagegen vor.

Die Presse

Ganz im „Zeichen des wichtigsten Fests der Christenheit“, wie es in einer ORF-Aussendung heißt, steht das ORF-Programm in der Karwoche und zu den Osterfeiertagen. Geplant sind unter anderem eine Live-Übertragung des katholischen Ostergottesdienstes aus Rom, das Historiendrama „Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ und – wie jedes Jahr – eine Gedenkminute „zur Todesstunde Jesu“ am Freitag um 15 Uhr in ORF 2. Die Initiative „Religion ist Privatsache“, die sich für die Entflechtung von Staat und Religion einsetzt, beschwert sich darüber in einem Brief an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, den sie nach einem Bericht des „Standard“ auch online stellte.

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Der Iran, die Bombe und das religiöse Recht zu lügen

Das undatierte Foto zeigt einen Atompilz, der nach der Explosion einer Atombombe über dem Testgelände in der Wüste von Nevada (USA) aufsteigt ©DPA

Die Atombombe sei „unislamisch“ und darum keine Option, behauptet Irans Präsident. Doch taktische Lügen sind im schiitischen Islam ausdrücklich erlaubt, offizielle Beteuerungen nichts wert.

Von Hans RühleWELT ONLINE

Wann immer in den vergangenen Jahrzehnten über das iranische Nuklearprogramm diskutiert wurde, kam alsbald der Einwand, Massenvernichtungswaffen im Allgemeinen, Nuklearwaffen im Besonderen seien „unislamisch“ und daher tabu für den islamischen Gottesstaat Iran.

Als Kronzeuge für diese prinzipielle Atom-Abstinenz wurde Ayatollah Khomeini benannt, der nach Übernahme der Macht im Jahr 1979 eine entsprechende Fatwa, eine förmliche religiöse Grundsatzaussage, erlassen habe.

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Tatort Kirche

Tatort: Stefan K. vor der Kirche St. Josef in Weißensee, wo er in der Sakristei misshandelt wurde. Heute ist es ihm wichtig, seine Geschichte zu erzählen

33 Knöpfe, daran erinnert er sich noch genau. 33 Knöpfe der priesterlichen Soutane, die nacheinander geöffnet wurden. Die Erinnerung an das, was folgte, war über Jahre in einem Nebel verschwunden, den man in der Psychologie Trauma nennt:

Von Uta KeselingBerliner Morgenpost

Erfahrungen, die zu schlimm sind, um sie zu verarbeiten, werden beiseitegeschoben. Manchmal dauert es Jahrzehnte, bis sie wiederkommen.

So wie bei Stefan K. (Name geändert). Er war elf Jahre alt, als ein Kaplan ihn sexuell missbrauchte. Erst jetzt, mit Mitte 40, ist K. in der Lage, öffentlich darüber zu sprechen. Seine Vorwürfe treffen einen Geistlichen, gegen den schon einmal wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wurde – Peter W., zuletzt Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Hohenschönhausen.

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NRW: Grundgesetzverstöße im Programm der Piratenpartei

Bild: domradio.de

Nach dem zweiten Landtagseinzug der Piraten wird auch der ins nordrhein-westfälische Parlament immer realistischer. Prälat Martin Hülskamp, Leiter des katholischen Büros in NRW, ruft die Partei im domradio.de-Interview auf, ihr kirchenkritisches Programm „noch mal genau anzuschauen“. Zur Zukunftsvision der Piraten gehört, dass Religion künftig eine reine Privatsache werden soll. So soll die Kirchensteuer fallen und der Religionsunterricht abgeschafft werden.

domradio.de

domradio.de: Viele haben der Piratenpartei eine geringe Lebenserwartung gegeben. Der Einzug in zwei Landesparlamente zeigt das Gegenteil. Trotz dieser Kirchenpolitik. Gibt ihnen das zu denken, zumal die Wahl in NRW unmittelbar bevorsteht?
Hülskamp: Das ist natürlich ein Phänomen, das unsere besondere Aufmerksamkeit erfordert. Es überrascht schon, dass die Piraten mit über sieben Prozent in den Landtag gekommen sind. Dadurch wird die Perspektive für eine Präsenz der Partei im Landtag Nordrhein-Westfalen sehr realistisch. Was die Programmatik betrifft, bin ich etwas verhalten. Die Piraten sind bekanntlich eine Partei, die primär und zunächst auf einer Kommunikationsstruktur groß geworden sind, nämlich dem Internet. Und die Programmatik ist ein Aspekt, der gewissermaßen Stück für Stück hinterher kommt. Es ist richtig, dass in dem Bundesprogramm sehr kirchenkritische Elemente enthalten sind, die zum Teil auch nicht dem Grundgesetz entsprechen. Wir werden uns damit ganz offensiv auseinandersetzen, ohne Angst zu haben.

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ZDF „heute-journal“ – religiöser Spitzenreiter

Im vergangenen Jahr berichtete das "heute journal" am häufigsten über religiöse Themen.
Foto: ZDF / pro

Die aktuelle Berichterstattung der sechs wichtigsten deutschen Nachrichtensendungen wurden 2011 vor allem durch die Umwälzungen in einigen arabischen Ländern, die Euro-Krise sowie die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima geprägt. Kirchen und Religion spielten dagegen mit einem Prozent der Berichterstattung nur eine geringe Rolle.



pro Medienmagazin

Diese Ergebnisse des Branchendienstes „InfoMonitor 2011“ wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ veröffentlicht und analysiert. Gegenüber 2006 ist der Wert der Berichterstattung über Kirche und Religion leicht gesunken. Er lag vor fünf Jahren noch 1,2 Prozent. Die Studie untersucht die „Tagesschau“, „Tagesthemen“ (beide ARD), „heute“ und „heute-journal“ (beide ZDF) sowie „RTL aktuell“ und die „Sat.1-Nachrichten“.

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Respekt vor religiöser Andacht

Benjamin Weiß (Vorsitzender Grüne Jugend Hessen) und Dekan Klaus Schmid (rechts) diskutierten über das Verhalten an religiösen Feiertagen. Foto: Dekanat Bad Schwalbach

Das Hessische Feiertagsgesetz bedarf einer Novellierung, darüber sind sich Benjamin Weiß, Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen und Dekan Klaus Schmid vom Dekanat Bad Schwalbach einig. Das „Tanzverbot“ etwa, das sonntags zwischen 4 und 12 Uhr gilt, sei nicht mehr zeitgemäß. Auch darüber, dass Menschen, die mit religiösen Festen nichts anfangen können, nicht zur „Andacht“ gezwungen werden können, herrschte bei einem vorösterlichen Treffen der beiden Konsens.

Wiesbadener Tagblatt

Dass religiöse Gefühle und „Andacht“ für Menschen, die diese für sich wünschen, auch geschützt werden müssen und sie nicht durch andere dabei gestört werden, wollen die Grünen zwar gewährleisten, wie dies in der Praxis funktionieren könne, blieb aus Sicht von Klaus Schmid jedoch offen. „So viel Freiheit wie möglich und so wenig staatliche Steuerung wie nötig“, wünscht sich Benjamin Weiß in diesem Punkt.

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Vatikan: Ritus zur Segnung von ungeborenen Kindern genehmigt

Bild. katholisches magazin

Der Vatikan hat einen Ritus zur Segnung von ungeborenen Kindern genehmigt. Zum Muttertag 2012 wird eine Broschüre mit dem englischen und spanischen Text veröffentlicht und verfügbar sein.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Initiative geht vor allem auf die amerikanischen Bischöfe zurück. Sie begrüßten die Billigung durch die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in Rom, wie LifeSiteNews berichtete.

„Ich bin über die Schönheit dieses Segens für die ungeborenen Kinder beeindruckt“, sagte Kardinal Daniel Di Nardo, Erzbischof von Galveston-Houston und Vorsitzender des Komitees für Lebensrechtsinitiativen der US-Bischofskonferenz.

„Es hätte keinen besseren Tag als heute geben können, um diese gute Nachricht bekannt zu geben“, so Kardinal Di Nardo, in Anspielung auf das Fest Maria Verkündigung, an dem die katholische Kirche neun Monate vor Weihnachten an die Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria erinnert, daß sie von Gott ein Kind empfangen werde.

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Theodizee: Das Leid in der Welt – eine radikale Anfrage an den Glauben

Aufführung im Deutschen Theater 1981, Bild. wikipedia

Th. Payne, Dantons Tod:

…Das böse Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben bis unten.(3.Akt, 1.Szene)

kathweb

Georg Büchner bezeichnete sie als „Fels des Atheismus“: die Frage, die der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) in den Terminus „Theodizee“ gegossen hat und die bis heute die Theologie unablässig herausfordert. Es ist die Frage nach der Rechtfertigung des Glaubens an Gott angesichts des Übermaßes an Leid in der Welt. Ein allmächtiger Gott hätte per definitionem die Macht, Leid zu verhindern; ein gütiger Gott würde Leid verhindern wollen. Da es aber unaussprechliches Leid gibt, scheint kein allmächtiger und gütiger Gott zu existieren – so lautet eine populäre Zuspitzung jener Dilemma-Situation, in der sich die Theologie bei ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema Gott und Leiden befindet. Wie antwortet sie darauf?

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Wo kommt er her, der gute Mond?

Bild: (c) EPA (Tomasz Gzell)

Die Hypothese, dass der Trabant von einem Himmelskörper aus der Erde herausgeschlagen wurde, bekommt Probleme. Er ist ihr chemisch zu ähnlich.

Von Jürgen LangenbachDie Presse

Heute geht er stille, der gute Mond, aber als er geboren wurde, vor etwa 4,53 Milliarden Jahren, war die Hölle los: Ein marsgroßer Himmelskörper – „Theia“ genannt nach der Mutter der Mondgöttin Selene – fuhr in die ganz junge Erde hinein, sie war gerade 30 Millionen Jahre alt, und schlug das Material aus ihr heraus, das sich später mit dem der pulverisierten Theia zum Mond zusammenfand.
So stellt man sich zumindest die Entstehung des Trabanten vor, die Hypothese vom „Giant Impact“ hat sich gegen konkurrierende Theorien durchgesetzt. Eine, die Abspaltungstheorie, stammt von Charles Darwins Sohn George, einem Physiker. Ihm zufolge rotierte die frühe Erde so rasend, dass sie das Material des Mondes aus ihrer Kruste herausschleuderte. Das wurde verworfen, weil man keinen Mechanismus kannte, der die Erdrotation auf ihre heutige Geschwindigkeit hätte bremsen können. So gab es nur noch zwei andere Möglichkeiten: Der Mond war entweder zugleich mit der Erde aus dem gleichen kosmischen Staub entstanden, oder er war später aus den Tiefen des Alls gekommen und eingefangen worden.

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Neue Biografie des spinnerten Xenu-Schöpfers

hubbard and miscavige, Bild: http://www.lermanet2.com

Die Church of Scientology International hat jetzt die Online-Ausgabe des neuen biographischen Überblicks über das Leben und Vermächtnis des Stifters der Scientology Religion L. Ron Hubbard: Ein Porträt bekannt gegeben. Das Werk ist die alles umfassende Übersicht über die L. Ron Hubbard-Serie, das monumentale, in 16 Bänden gebundene biographische Lexikon, das am 13. März anlässlich der Feier des 101. Geburtstags von L. Ron Hubbard veröffentlicht wurde. Ein Porträt wird in seiner Gesamtheit auf lronhubbard.org vorgestellt.

relevant.at

Die Online-Ausgabe dieses biografischen Werkes bietet eine bisher nie dagewesene interaktive Chronologie der wichtigsten Ereignisse in L. Ron Hubbards Leben. Mit Hunderten von Fotografien, persönlichen Gegenständen und entscheidenden biographischen Details präsentiert Ein Porträt die vielen Aspekte des Lebens von L. Ron Hubbard als Autor, Abenteurer, Forscher, Philosoph und Begründer der einzigen großen Religion der Neuzeit.

Die chronologischen Details von L. Ron Hubbards lebenslanger Bestrebung, die zentralen Fragen der menschlichen Existenz zu beantworten, beginnen im rauen amerikanischen Westen, wo der sechsjährige L. Ron Hubbard sich mit einem umherwandernden Schamanen der Schwarzfußindianer anfreundete, der ihn später mit dem seltenen Status der Blutsbruderschaft ehrte. Online-Besucher erfahren Einzelheiten aller grundlegenden Entdeckungen auf Hubbards Weg der Entwicklung von Dianetik und Scientology: von dem aufsehenerregenden Moment, als er in der frühen Dianetik den entscheidenden Faktor nachwies, mit dem das Leben todkranker Patienten im Marinekrankenhaus von Nord-Kalifornien gerettet werden konnte, bis zu der Veröffentlichung von Dianetik: Der Leitfaden für den menschlichen Verstand und dem kometenhaften Aufstieg dieses Buches auf der Bestsellerliste der New York Times. Ebenso detailliert wird die Entwicklung von Verfahren beschrieben, die demonstrieren, dass der menschliche Geist in der Tat unabhängig und trennbar vom Körper ist, was der Entstehung der Religion Scientology den Weg bereitete.

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Kärnten: Schulreferentin warnt vor Scientology-Werbung

Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

Unterrichtsmaterialien und Ausbildungsangebote der „neuen religiösen Bewegung“ Scientology sind an Schulleiter in Klagenfurt versendet worden.

Die Presse

Es ist Werbung der etwas anderen Art: In den vergangenen Tagen sind Unterrichtsmaterialien und Ausbildungsangebote der „neuen religiösen Bewegung“ Scientology an Schulleiter in Klagenfurt versendet worden. Für die zuständige Schulreferentin und SPÖ-Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) ist das bedenklicn. In den Paketen seien etwa DVDs mit dem Titel „Der Weg zum Glücklichsein“ enthalten, warnt sie in einer Aussendung. Scientology-Gründer Ron Hubbard wird sowohl auf der DVD als auch im Begleitschreiben zitiert.

Das Schreiben enthält die Bitte, die DVD für Präsentationen an der Schule zu verwenden und diese in der Bibliothek zugänglich zu machen. Auch ein „Ausbildungspaket“ wird angeboten – um „Prinzipien zur Lösung von Lebensproblemen im Klassenzimmer unterrichten zu können“. Mathiaschitz ortete darob „das Ziel, Menschen zu manipulieren. Das Gedankengut hat an Schulen nichts verloren.“

Schweiz: Muslimische Mädchen müssen zum Schwimmunterricht

Schwimmunterricht. Bild. Quantara.de

Muslimische Eltern, die ihre Töchter nicht zum Schwimmunterricht schickten, sind in der Schweiz beim höchsten Gericht abgeblitzt. Das Bundesgericht in Lausanne wies die Revision des Elternpaares zurück und erklärte, die verpflichtenden Schwimmstunden verletzten nicht die Religionsfreiheit. Die Eltern hatten ihre beiden Töchter im Grundschulalter nicht teilnehmen lassen, weil Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet wurden. Dafür müssen sie nun umgerechnet rund 1.200 Euro Bußgeld zahlen.

Deutschlandradio Kultur