Rheinisch-katholisch – ostdeutsch-protestantisch


In der Wahl des künftigen Bundespräsidenten Joachim Gauck zeigt sich nach Ansicht des Münchner evangelischen Theologieprofessors Friedrich Wilhelm Graf der nach wie vor bedeutende Einfluss der Kirchen auf die deutsche Politik. Die Bevölkerung habe die „bleibende Hoffnung“, der Bundespräsident möge Werte repräsentieren und eine gewisse „Heiligkeit“ der Institutionen verdeutlichen, sagte er im Deutschlandfunk. Dabei habe das höchste Staatsamt eine durchaus protestantische Geschichte, so Graf mit Blick auf die vielen Protestanten unter den bisherigen Bundespräsidenten.

epd Landesdienst Bayern

Mit einer evangelischen Doppelspitze von Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trete die Tradition des ostdeutschen Protestantismus stärker in den Vordergrund, sagte Graf. Dennoch hätten die Katholiken in Berlin immer noch einen „sehr großen Einfluss“. Die alte „Bonner Republik“ galt seit dem ersten Kanzler Konrad Adenauer (1949-1963) als eher „rheinisch-katholisch“ orientiert.

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2 Comments

  1. Rheinisch-katholisch oder ostdeutsch-protestantisch Humbug bleibt Humbug. Die realitätsferne Abhängigkeit von irgendwelchen irrationalen Göttervorstellungen, hat nicht nur einen schädlichen Einfluß auf unsere Gesundheit, die sich in ständiger Angst nicht in den Himmel zu kommen auf das Gemüt der ängstlichen Schafe legt, sondern kostet außerdem eine Unmenge an volkswirtschaftlichem Vermögen, das für Märchenschlösser und deren Bewohner in purpur ausgegeben wird. 😡

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  2. Dass Joachim Gauck die ihm seinerzeit übertragene Aufgabe – die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit – gut erfüllt hat, sei ihm ohne Wenn und Aber zugestanden. Das hat ihm „Die Linke“ ja auch übel genommen und wird daher mit einer eigenen Kandidatin (Beate Klarsfeld) bei der Wahl zum Bundespräsidenten antreten. Dieses „Übelnehmen“ kommt andererseits einem indirekten Eingeständnis der Linken gleich, dass eben doch noch so einige politische Altlasten (und Personen !) in dieser Partei mitgeschleppt werden. Ich wundere mich nur, dass offenbar große Teile der Wähler dieser Partei dies nicht erkennen und wahrnehmen wollen.

    Es stellt sich aber doch die Frage, ob es denn ausgerechnet ein ehemaliger Pfaffe sein soll, der in dieses Amt gewählt werden soll ? Der Einfluß der christlichen Kirchen in der Politik ist ohnehin schon viel zu groß. Ethische Werte werden schließlich nicht nur von Christen vertreten. Und dass diese Werte von den christlichen Politikern nicht in jedem Falle würdig repräsentiert werden, ist beileibe kein Geheimnis. Ich erspare es mir, Beispiele dafür aufzuzählen. Dazu reicht der Platz hier nicht aus !

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