Dodo Märtha Louise: Und Engel Chamuel oszilliert Grün

Prinzessin Märtha Louise von Norwegen liebt Übersinnliches, und sie macht daraus keinen Hehl. Im Gegenteil. Die exzentrische Adlige hat mit ihrer Freundin ein Buch über Engel geschrieben – mal wieder.

tagblatt.de

Eines Tages hatte Märtha Louise (40) einen Schlüssel verloren und vergeblich gesucht. Da sagte ihr Schutzengel, dass sie „Wer suchet, der findet“ spielen sollten. „Ich dachte, ich kann doch nicht hier auf der Wiese zu spielen beginnen.“ Konnte sie. „Kalt“ sagte Chamuel, so heißt der Engel. Sie kehrte um. „Wärmer“, sagte er, „wärmer, heiß!“ „Stopp!“ Märtha Louise ging in die Knie. Da lag der Schlüssel zwischen ihren Füßen. Fünf Sekunden hatte die Suche gedauert.

Solche Geschichten liebt die Älteste von Norwegens König Harald und große Schwester von Kronprinz Haakon. Und solche Geschichten erzählt sie jetzt in einem neuen Buch, das der Aufregung über die Vorlieben der Prinzessin fürs Übernatürliche wieder Nahrung gibt.

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God: Kiss me twice, I’m schizophrenic

Eine gemischt-religiöse Ehe unter Gottes Segen kann zum Beispiel so geschlossen werden: Die christliche Braut gibt das Trauversprechen mit den Worten, "so wahr mit Gott helfe", der muslimische Bräutigam sagt "im Namen Allahs, des gnädigen Gottes". Foto: misterQM/photocase

Christlich-islamische Trauung: Paare brauchen Gottes Segen

Von Canan Topçu evangelisch.de

Eine Trauung in zwei Religionen – geht das? Vorgesehen sind solche interreligiösen Feiern bisher nicht, weder in christlichen noch in muslimischen Gemeinden. Das Frankfurter Ehepaar Gebert-Saltani hat lange gesucht – und am Ende eine stimmungsvolle christlich-muslimische Feier in einer evangelischen Kirche in Frankfurt erlebt.

Bernoussi Saltani ist kein Mann, der fünfmal am Tag betet und im islamischen Monat Ramadan fastet. Auch hat er sich nicht zum Ziel gesetzt, nach Mekka zu pilgern. Obwohl der 59-Jährige sich nicht streng an Gebote und Verbote der Religion hält, mit der er aufgewachsen ist: Ein Bestandteil seiner Identität ist der Islam trotzdem. Seine Religiosität verortet der pensionierte Literaturprofessor jenseits ritueller Glaubensbekenntnisse. Bernoussi Saltani ist gebürtiger Marokkaner, lebte eine zeitlang in Frankreich und hat seit einigen Jahren sein Zuhause in Frankfurt.

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Vatikan: Religiöse Diskriminierung weltweit

Mehr als 2,2 Milliarden Menschen werden nach vatikanischen Angaben gegenwärtig weltweit an der freien Ausübung ihrer Religion gehindert.

domradio.de

Dabei handle es sich um einen steigenden Trend, sagte der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Zugleich habe die Gewalt gegen Christen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten stark zugenommen. Dort sei die Zahl der Anschläge zwischen 2003 und 2010 um 309 Prozent gestiegen, sagte der Diplomat laut dem am Freitag von Radio Vatikan verbreiteten Redetext. Christen seien jedoch keineswegs die einzigen Opfer.

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Wenn Fundamentalisten über Fundamentalisten diskutieren

Bild: pc-schule.braunschweig.de

Evangelikale Christen sind im Internet stärker vertreten als der liberale Protestantimus. Davon ist Christiane Florin, Redaktionsleiterin der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“, überzeugt. Ihrer Ansicht nach verstärkt das Internet die Tendenz der Abgrenzung der Konfessionen untereinander. Im Deutschlandradio diskutierten christliche Medienmacher über die Zukunft christlicher Publizistik.

jesus.de

Neben der „Christ & Welt“-Redaktionsleiterin waren Arnd Brummer, Chefredakteur des evangelischen Magazins „Chrismon“ und Wolfgang Kessler, Chefredakteur von „Publik-Forum“ in der Sendung „Tag Für Tag. Aus Religion und Gesellschaft“ im Deutschlandradio zu Gast. Die Diskussion moderierte Matthias Gierth. Er war bis zur Übernahme durch den „Zeit“-Verlag stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“.

„Das Internet verstärkt auf jeden Fall fundamentalistische Tendenzen“, beobachtet Wolfgang Kessler. Seiner Ansicht nach ist eine sachliche Auseinandersetzung im Internet schwieriger als im gedruckten Medium.

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Die Dortmunder Hexen-Denkmal-Posse

Dortmund Reinoldi-Kirche, Foto. wikipedia

An der Dortmunder Reinoldi-Kirche sollten Statuen an die Hexenverfolgung erinnern. Erst war die Kirche dafür, nun behindert sie das Projekt – eine Posse.

Von Andreas FaselWELT ONLINE

Endlich schien alles geregelt zu sein: Mit zwölf gegen sechs Stimmen beschloss die zuständige Bezirksvertretung die Errichtung eines Hexendenkmals. Das Presbyterium der Reinoldi-Gemeinde und die Geschichtswerkstatt hatten sich kurz zuvor auf einen Künstler und seinen Entwurf geeinigt.

Auch der Standort wurde von allen Beteiligten gemeinsam in Augenschein genommen und für gut befunden: eine Platane, die wenige Meter vor St. Reinoldi steht – im Schatten der Kirche, aber auf städtischem Grund. Um diesen Baum herum sollte ein Kreis aus rund einem Dutzend Frauenfiguren gestellt werden, die der Dortmunder Bildhauer Bernd Moenikes aus Eichenstämmen schnitzen sollte.

Das war vor 14 Jahren. Doch das Denkmal steht noch immer nicht.

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