Lamas in Tibet flüchten


Foto: brightsblog

Seit Oktober 2011 haben die von den chinesischen Behörden in den Klöstern eingesetzten Arbeitsteams die Kampagnen „Neun, die man haben muß“ und „Harmonisches Modellkloster“ gestartet. Mönche und Nonnen, die sich nicht an die von den Arbeitsteams geforderten restriktiven Regeln halten, werden festgenommen. Die heftige religiöse Repression veranlaßte viele Mönche und Nonnen, in nahegelegene Berge und Wälder zu fliehen, was zu der Schließung einiger Klöster in ganz Tibet führte.

China Observer

Im Bezirk Driru, Präfektur Nagchu, TAR, suchten die Arbeitsteams etwa 22 Klöster heim und führten dort die patriotischen Umerziehungskurse durch. Viele Mönche und Nonnen, die den schonungslosen Schulungen nicht mehr standhalten zu können glaubten und sich traumatisiert fühlten, verließen ihre jeweiligen Klöster. Das Kloster Bekar im Bezirk Driru wurde gänzlich geschlossen. Nach der Schließung von Bekar brachten die dort ansässigen Tibeter den Körper eines Toten zum Gemeindeamt und beklagten, daß keine Mönche da wären, um die Bestattung durchzuführen und baten darum, das Kloster wieder zu öffnen und die Mönche zurückkehren zu lassen.

Im Bezirk Markham (chin. Maerkang), Präfektur Chamdo, TAR, suchten lokale Kader das Kloster Dama dreimal im Monat heim, um die Belegschaft der patriotischen Umerziehung zu unterziehen und einschlägige Bücher zu verteilen. Das Kloster Dama zählte etwa 30 Mönche, von denen aber nur acht registriert waren. Die nicht-registrierten 22 Mönche wurden hinausgeworfen. Auf die Proteste von 2008 hin hatten die dortigen Kader und die Polizeibeamten das Kloster aufgesucht und befohlen, daß das Portrait des Dalai Lama abgenommen und dafür Bilder der chinesischen Staatsführer aufgehängt würden. Nun droht auch diesem Kloster die baldige Schließung.

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1 Comment

  1. Sage ich doch immer: Der real-existierende Sozialismus/Kommunismus ist auch bloß eine Religion. Halt mal ohne Götter (dafür mit Ahnenkult wie mit Mao dem Schrecklichen).

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