Wie viel hat Moral mit Religion zu tun?


Heiner Boberski, Bild: Wiener Zeitung

Ein Empfinden für Moral ist nur bei 21 Prozent der Österreicher stark ausgeprägt, bei 17 Prozent hingegen kaum vorhanden. Das ergab eine vorige Woche vom Linzer Spectra-Institut veröffentlichte Studie.

Von Heiner BoberskiWiener Zeitung

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass relativ viele Mitbürger bestimmte Verstöße gegen gesellschaftliche Spielregeln nicht besonders verwerflich oder gar bestrafenswert finden, zum Beispiel Schwindeln bei einer Schularbeit, aber auch bei der Steuererklärung, maßvolle Überschreitungen von Tempolimits, Kleinigkeiten im Supermarkt mitgehen lassen, Schwarzarbeit beim Häuselbauen oder Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wo sich die relative Milde der Mehrheit der Befragten aufhörte, das waren Schmiergeldzahlungen, Doping oder das illegale Beschäftigen von Arbeitern durch Unternehmer.

Wie viel hat Moral mit Religion zu tun? Dass in der Geschichte der Niedergang von Moral häufig mit dem Niedergang von Religion einherging, ist nicht von der Hand zu weisen und kein Wunder. Denn Moral bezieht sich begrifflich auf die Sitten (mores) in einer Gesellschaft, und in der Regel propagiert die vorherrschende Religion ganz bestimmte sittliche Verhaltensweisen und ethische Werte.

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5 Comments

  1. Die moralischen Werte der Christen haben allein in der „Heiligen Schmonzette“ der RKK etwa 35 Millionen Menschen das Leben gekostet. Nach deren Niederschrift 383 n.C. als Vulgata war nicht etwa Schluß, es ging richtig los mit Zwangschristianisierung des Mittelmeerraums, den Kreuzzügen, der heiligen Inquisition, den gerechten Scheiterhaufen für die Hexen und die systematische Ermordung der einheimischen Völker in Mittel- und Südamerika.

    Die SS_Mörder von 6 Millionen Juden waren fast durchweg Christen, der Oberplaner war Ehrenmitglied der RKK und die Priester als Antreiber zu 50% NSDAP Mitglieder. Priester und Mönche haben in Kroatiien selber KZ bewacht und Menschen enthauptet mit fast einer Million Opfern.

    Im „Beglückungsdienst“ der RKK haben gut 10.000 Kinderficker wehrlose Kinder seelisch getötet und in religiösen Heimen und Erziehungsanstalten über 100.000 sinnlos gequält. Natürlich geschah das alles in selbstlos wunderbarer Nächstenliebe, war doch nach den Papstworten von Pius XII im Genozid „die Hand Gottes zu spüren“

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  2. die beschriebene studie ist idiotisch und hat wenig mit „gefühl für moral“ zu tun, es wird viel mehr gefragt ob oder wie hart bestimmte verstösse bestraft werden sollten. demanch wäre jesus der amoralischste mensch der welt – „wer von euch ohne sünde ist“ und so weiter.

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  3. Allzugut scheint die Religion, im Laufe der Jahrhunderte, das moralische Verhalten der Österreicher nicht beeinflusst zu haben. Im Gegenteil, durch die raffinierte, verlogene, angebotene Möglichkeit der „Vergebung der Sünden“, werden Religioten weltweit, doch regelrecht zur Unredlichkeit animiert.

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