Neue Verfassung in Tunesien: „Jetzt fällt die Maske“


Protest gegen Islamisten in Tunis Ende Februar. Bild: dpa

Die Trennung von Staat und Religion ist für die Ennahda-Partei ein Angriff auf das „islamische Denken“. Der Streit um die neue Verfassung eskaliert.

Von Reiner Wandlertaz

Die Rolle der Religion in der künftigen Verfassung entzweit Tunesien. Während Wahlsieger Ennahda in einem Thesenpapier, das die gemäßigten Islamisten Ende Februar der verfassunggebenden Versammlung vorlegten, vom „Islam als Hauptquelle des Rechts“ spricht, wollen weltliche Parteien eine „zivile Ordnung“.

„Der Islam hat nie – weder in seinen Texten noch in seiner Geschichte – die Trennung von Religion und Politik oder dem Irdischen und dem Geistlichen gekannt“, heißt es in dem Dokument von Ennahda (Renaissance), die 89 der 217 Parlamentssitze innehat. Alle Aufrufe zur Trennung von Staat und Religion seien „ein Angriff auf das islamische Denken“.

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1 Comment

  1. Das war doch vorhersehbar. Dagegen hilft nur ein konsequenter Urlaubsboykott gegen Tunesien und alle anderen islamischen Länder. Erst, wenn Touristen solche Länder meiden, könnte das Denken bei den islamistischen Brüdern die Richtung ändern.

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