»Nr. 500«: Kuhhorn, Kuhscheiße und Rudolf Steiner


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Hornmistpräparat. Mit Rudolf Steiners anthroposophischen Düngerlehren tut man sich schwer, wenn ätherische Kräfte auf in Kuhhörnern eingegrabene Kuhfladen wirken sollen.

Von Ute WoltronDie Presse

Allwissend sind wir alle miteinander nicht, doch viel ist uns bewusst. Manche sind dabei bewusster unterwegs als andere, was fast immer einträglich ist, denn man lernt ja gern von Klügeren. Mitunter, scheint mir jedoch, wird auch ziemlich viel Blödsinn gesagt und weitergetragen. Was etwa die anthroposophischen Naturlehren Rudolf Steiners anlangt, bin ich bewusstlos. Davon dringt nichts in mein Inneres, und warum, das darf ich am sagenumwitterten sogenannten „Hornmistpräparat“ festmachen, das aus irgendwelchen Gründen auch „Nr. 500“ genannt und als so mächtiges Dünge- und Bodenbelebungsmittel gepriesen wird, dass mich wundert, warum damit nicht längst jedwedes Hungerproblem aus dieser Welt geschafft wurde.

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2 Comments

  1. Ich erspare es mir, mich intensiver mit den hirnrissigen Lehren des esoterischen Spinners Rudolf Steiner zu befassen. Diesen hochprozentigen Schwachsinn soll doch die Partei „Die Grünen“ den Leuten verzapfen. Es ist noch viel zu wenig bekannt, dass „Die Grünen“ begeisterte Anhänger der Steiner’schen Pseudowissenschaft Anthroposophie sind und dies sogar in ihrem Parteiprogramm vertreten.

    Obwohl ich den Grünen das historische Verdienst zubillige, dass sie seinerzeit entscheidende Ansätze zur Umweltpolitik geliefert haben, muß ich heute feststellen, dass sich diese Partei offenbar in eine esoterische Richtung bewegt, über die man nur noch den Kopf schütteln kann. Deren Bekenntnis zur TCM, Anthroposophie und Homöopathie belegt diese Fehlentwicklung.

    Nur nebenbei erwähnt: In der TCM basieren rund 100 Rezepte auf der Basis von Wildtieren, wie die vom Aussterben bedrohten Tiger, Schneeleoparden, Asiatischer Schwarzbär, Nashorn usw.

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