Theologe Beck: Schöpfung ist evolutiv möglich


Evolution oder Schöpfung. Wissenschaft oder Glaube.

Der Streit um das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion geht in eine neue Runde: So betonte der Moraltheologe und Mediziner Matthias Beck bei einem Podiumsgespräch am Donnerstag in Wien, dass sich Evolution und Schöpfungsidee nicht ausschließen.

kathweb

„Schöpfung ist evolutiv möglich“, so Beck, wenn man annehme, dass „Gott die Welt ins Sein gesetzt hat und sie dann evolutiv wachsen ließ“. Widersprochen wurde Beck in dieser Grundthese von der Wiener Molekularbiologin Renée Schroeder, die dagegenhielt: „Als Naturwissenschaftlerin kann ich nicht gläubig sein.“

Zugleich unterstrich Beck, dass es eine prinzipielle Unverträglichkeit in der Methodik der beiden Disziplinen gebe: Während die Evolutionstheorie nämlich mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassen wolle, „wie die Welt sich möglicherweise entwickelt hat“, stelle die Theologie nicht die Frage nach dem „Wie“, sondern frage, „warum es überhaupt etwas gibt“. Diese Frage verfolge auch schon der alttestamentliche Schöpfungsbericht im Buch Genesis, dass sich gerade keine naturwissenschaftlichen Aussagen anmaße, sondern die Schöpfung als Ganze in den Horizont Gottes stelle.

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2 Comments

  1. Quote Argus7:

    Irgendwann kapieren das hoffentlich auch die letzten Religioten und die verbohrtesten Kreationisten.

    Lieber Argus, den Tag werden weder wir, noch unsere Kinder erleben. Es könnte für die Katholen gelten, da die lieber mit Kindern rummachen und nicht heiraten dürfen. Ja, ja, ich weiß einige davon bumsen auch heimlich und machen aus ihren eigenen Augen gesehen Bastarde. Die sind aber nicht in der Überzahl.
    Ich habe viel mehr Angst vor den Vielweiber-Religioten wie Muslime und Mormonen (siehe Romney) und was es sonst noch so gibt. Hier passt schon wieder mein Lieblingssprichwort. 😉

    Die Mutter der Dummen ist immer schwanger!
    Afghanisches Sprichwort

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  2. Exakt den gleichen Mist hat schon der Ratzinger Sepp verzapft. Die biblische Schöpfungsgeschichte sei mit der Evolution durchaus vereinbar. Das hätten diese Religioten zwar gerne. Sie hoffen, dass mit diesem Teileingeständnis die Bibellüge vielleicht noch zu retten wäre ! Bei ihrer gehirngewaschenen Gefolgschaft dürften sie damit möglicherweise sogar Erfolg haben. Nicht aber beim zum Denken befähigten Teil der Menschheit.

    Mit großer Belustigung nehme ich solche Rückzugsgefechte der Vereinigung religiotischer Moraltheologen und Pfaffen jeder Hierachiestufe zur Kenntnis. Mehr und mehr verschwindet die Schöpfungslüge des zum Weltenerschaffer ernannten Gott in der Versenkung und die Erkenntnisse der Evolutionstheorie setzen sich durch. Irgendwann kapieren das hoffentlich auch die letzten Religioten und die verbohrtesten Kreationisten.

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