Wo war Gott in Auschwitz?


Mehr Leichtigkeit im christlich-jüdischen Dialog": Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, 64, im April 2011, Foto: Martin Magunia

Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche, erklärt, warum wir gemeinsam mit Israel unseren Glauben bekennen – und widerspricht dem Papst.

Von Fritz Friedebold und Matthias KamannWELT ONLINE

Gleich hinterm Bahnhof Friedrichstraße liegt das „Hotel Albrechtshof“, von außen eine gewöhnliche Herberge. Was aber selbst viele Berliner nicht wissen: Das Hotel gehört der Kirche; der prominenteste Gast zu DDR-Zeiten war 1964 der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King. Nikolaus Schneider, als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) oft in der Hauptstadt, steigt gern hier ab.

Irgendwie erinnert das „Albrechtshof“-Ambiente immer noch ein wenig an den Osten, doch es überwiegen jene schlicht-gemütlichen Stilelemente, wie man sie von vielen kirchlichen Einrichtungen kennt. Das Gespräch mit Präses Schneider findet in der „Weinstube“ statt. Der Kellner serviert Riesling.

Welt am Sonntag: Herr Präses Schneider, gerade haben die Juden das Purim-Fest gefeiert. Worum geht es da?

Präses Nikolaus Schneider: Bei diesem Freudenfest feiern die Juden die Befreiung aus der Todesbedrohung durch einen obersten persischen Staatsbeamten Haman. Tapfere jüdische Frauen und Männer hinderten ihn an der Vernichtung der Juden. Dies feiern die Juden wie einen Karneval, mit Verkleidungen, mit Hohngesängen und Spottversen auf den Tyrannen.

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11 Comments

  1. @Gregor Schmitz

    Auschwitz bezeugt sogar die Existenz Gottes!

    Sorry, aber solch eine strunzdumme Äusserung kann wohl tatsächlich nur von einem solch bekloppten Religioten wie Dir kommen.

    Merke: Religion macht dumm! Du hast dies gerade wieder eindrucksvoll bewiesen.

    Vielleicht solltest Du doch mal vor dem Absenden eines Kommentares ein wenig über das von Dir geschriebene nachdenken.

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  2. @Gregor Schmitz
    Na wenn wir schon persönlich werden, dann behaupte ich, dass Du Blödsinn daher plapperst.
    Ganz im Gegenteil, ich glaube nicht, dass es irgend etwas Übernatürliches gibt und erwarte keine Antworten von einem Gottesfürchtigen.
    Ich habe doch nirgends erwähnt, dass ich auf eine Antwort darauf erwarte, wo sich Dein Gott während Auschwitz aufhielt.
    Das saugst Du Dir aus den Fingern. Diese Frage kann nur jemand wie Du stellen, der noch an die Märchen von Tausend und einer Nacht glaubt. Schlaf weiter! 😆

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  3. @emporda

    Die RKK interessiert mich nicht…

    Auschwitz bezeugt sogar die Existenz Gottes! Ich wiederhole: Die haredische Antwort darauf ist sehr schlüssig!

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  4. Gregor Schmitz

    Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass der christliche Überzampano nicht existiert, Auschwitz liefert ihn.
    Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die RKK eine Verbrecherorganisation ist, der ist hier.

    Kroatien war 1939 bis 1945 mit Bosnien-Herzegowina ein pseudo-souveräner Staat von 6,5 Mill. Einwohnern bei etwa 2 Mill. Serben. Papst Pius XII empfängt 1941 Präsident Ante Pavelic nach dessen Besuch beim GRÖFAZ, obwohl 4 Tage vorher im Ort Glina 33% der orthodoxen Bevölkerung bestialisch ermordet werden. Priester und Mönche dienen dem Regime willig als Funktionäre, KZ-Kommandanten, Gauleiter usw. indem sie Massenmorde und Transporte organisieren und Todeslisten anlegen. Die Klöster dienen als Waffenlager, Mönche in Ustascha Uniformen bewachen die KZ-Lager wie Jasenovac und Samiste, wo Pater Miroslav Filipovic eigenhändig viele Gefangene enthauptet. Insgesamt werden etwa 800.00 Serben, Roma und Juden ermordet, darunter in den katholischen KZs über 20.000 Kinder. Der Priester Jozef Tiso schickt als Oberhaupt der NAZI-Schergen in der Slowakei von 1939-45 liebevoll christlich die jüdische Bevölkerung mit etwa 70.000 Menschen in die NS Vernichtungslager in Polen.

    Papst Pius XII und Kardinal Alojzije Viktor Stepinac beschwören dem kroatischen Staat unter Ante Pavelic für die „Endlösung“ der Serben und Juden zu helfen, ist im Genozid doch das „Wirken der göttlichen Hand“ zu erkennen. Für Minister Budak ist es ein Kreuzzug der Kinderficker Sekte wie einst die blutige Befreiungsorgie des Grabes Christi. Etwa 299 orthodoxe Kirchen werden zerstört, 128 Priester ermordet und der Besitz der orthodoxen Kirche von der RKK geraubt. Ante Pavelic flieht 1945 mit seinen Helfern und 300 Kilo Gold Dank der RKK Unterstützung als Priester verkleidet über Österreich nach Rom, später nach Argentinien. Nach dem Sturz von Juan Domingo Peron 1955 flieht er nach Spanien des regierenden Faschisten Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo und erhält Asyl.

    Papst Johannes Paul II spricht 1998 den Massenmörder Kardinal Stepinac als aufrechten Katholiken selig, hat er doch 7.000 Kinder gerettet, deren Eltern die Ustascha Katholiken brutal ermordet haben. Papst Ratzfatz huldigt beim Staatsbesuch dem ehemaligen katholische Regime unter Ante Pavelic. Es gab in der fraglichen Zeit nie Christen hier und Nationalsozialisten dort, etwa 95% der Deutschen sind als Christen das jubelnde Volk des frommen Katholiken Adolf Hitler, die Kirchenführer trimmen die Massen auf den Arierwahn mit 50 Mill. Toten. Papst Ratzfatz verdreht 2011 auf der Assisi Pilgerfahrt wie üblich Ursache und Wirkung und bezeugt damit die Lernunfähigkeit: „Die Abwesenheit Gottes ist die Ursache von Gewalt und Konzentrationslagern, denn die Leugnung des Göttlichen verdirbt die Menschen, lässt sie das Maß verlieren, lässt sie die Menschlichkeit verlieren. Der Gebrauch von Gewalt im Namen der Religion ist nur ein beleidigender Missbrauch des christlichen Glaubens“.

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  5. @Sospetto

    Na du redest ja einen Blödsinn… Wenn für dich als Atheisten kein GOTT existiert, warum wartest du dann auf eine Antwort wo Gott während dem Holocaust war? Ich sage nochmal: Die Haredim haben eine gute Antwort!

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  6. @Argus7
    Das Problem mit den Religoen ist doch, das was gestern geschah kann morgen schon wieder passieren. Es basiert auf der ewigen absoluten Wahrheit (der Bibel), die unantastbar und nicht diskutierbar ist.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg erkennen die RKK Bischöfe im Hirtenwort vom 23. August 1945 eine begrenzte Mitschuld an den Verbrechen an. Der Rat der Evangelischen Kirche veröffentlicht am 18. Oktober 1945 das „Stuttgarter Schuldbekenntnis”. Das sind billigste Persilscheine ohne Bewältigung der eigenen Schuld.

    Im Dritten Reich sind die SS-Mörder und KZ-Schergen wie alle Bürger zu 95% Christen, die bei 50% NSDAP-Mitgliedschaft der Priester und Pfarrer in Gottesdiensten auf ihre heiligen Pflicht des Genozids getrimmt werden, ist darin nach Papst Pius XII das „Wirken der göttlichen Hand“ erkennbar.

    Der Rat der EKD setzt sich noch 1960 bei der Regierung für den von Israel entführten Holocaust-Organisator ein. Der Superintendent und NSDAP-Kriegspfarrer Mensing-Braun bescheinigt Adolf Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

    Der Antisemitsmus der Evangelen geht wesentlich auf Martin Luther zurück, der bereits alle Juden zurerst ausplündern, dann ausweisen oder ausrotten wollte. Was nach Luther kam, das sind nur Kopien seiner Ideen. Die schlimmsten Kreationisten und Fanatiker findet man bei den Evangelen

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  7. Als Auschwitz geschah, war der liebe Gott gerade mit den unzähligen Gebeten von Sportlern beschäftigt, die ihn um einen Sieg gebeten haben. Eine Gebetstradition, die man auch heute noch im Sport des öftern feststellen kann. Beim VfB Stuttgart ist z.B. der Spieler und Jesusfreak Cacau eifrig um gottgefälliges Tun bemüht. Beinahe in jedem Interviewe schwafelt er (ungefragt) irgendeinen dämlichen Stuß vom Herrn Jesus. Falls er mal ein Tor schießt (das geschieht in letzter Zeit nur selten), bedankt er sich stets, indem er sich mehrfach bekreuzigt und mit ausgestreckten Zeigefinger dankbar gen Himmel zeigt. Die Fans des VfB Stuttgart wundern sich allerdings seit langem darüber, dass der VfB leider auch in 2012 nicht deutscher Fußballmeister wird. Es muß offenbar bei Borussia Dortmund zumindest einen noch gottgläubigern Spieler geben, der einen noch direkteren Draht zum Himmel haben muß.

    Für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbar, mit welchen überragenden, allmächtigen Fähigkeiten so ein Gott ausgestattet sein müßte, damit er Tore und Siege herbeizaubern könnte !? Aber all die religiös verblödeten und sich auf dem Sportplatz bekreuzigenden Sportler, scheint das nicht zu kümmern. Sie glauben an die Kraft und die Macht ihrer Gebete, die aber zu ihrem grenzenlosen Leidwesen Niederlagen trotz allem nicht verhindern können. Und so ist es nur logisch, dass alles Beten und Flehen auch den Holocaust nicht verhindern konnte. Wenn der liebe Gott nicht mal fähig ist, Tore und Siege zu liefern, wie sollte er dann in der Lage sein, Unmenschlichkeiten wie sie im Holocaust geschahen, zu verhindern ?

    Zum Denken befähigte Menschen kennen die Antwort: Es gibt diesen alles könnenden, allmächtigen Gott und Beherrscher des Universums nun mal nicht. Den haben sich clevere Religioten ausgedacht, weil man mit Hilfe dieser Fantasiegestalt den Rest der dummgläubigen Menschheit ganz schön beherrschen und manipulieren kann.

    Ätsch ! Ganz schön reingefallen, ihr Sportsfreunde und gutgläubigen Religioten !

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  8. Dieses Interview ist lesenswert. Ich gebe gern zu, dass mich die Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit Schneiders gegenüber der eigenen Kirche beeindruckt hat. Er weicht dem bösartigen und folgenreichen Antisemitismus eines Martin Luthers nicht aus, fragt danach, wo Gott in Auschwitz war und bekennt, dass seine Kirche im 3. Reich mehr auf Seiten des Regimes war als im Widerstand. Soweit anerkennenswert in der ehrlichen und geradezu selbst bezichtigenden Rückschau.

    Was ich vermisst habe, ist dann eine schlüssige Antwort auf die Frage, wie konnten sich in einer intellektuell so mächtigen Person wie Luther solche Gegensätze zwischen der gepredigten Liebe zum Nächsten, sogar dem Feind, und seinem Antisemitismus entwickeln und in einer 150-seitigen Schrift gerechtfertigt werden? Schließlich ist diese Person Begründer seiner Kirche und wird demnächst mit weiteren Ehren überhäuft. Ich stelle desweiteren Schneiders Frage nochmal: Wo war der allmächtige, allwissende und unendlich barmherzige Gott, als Auschwitz sich ereignete? Hat er desinteressiert weggesehen, war er womöglich auch gegen die Juden eingestellt und somit klammheimlich einverstanden, oder hat von dort oben niemand herabgeschaut, weil der Himmel eben unbewohnt ist? Und schließlich: Wie kommt es, dass eine zweitausend Jahre alte, göttliche Lehre der Liebe es nicht vermocht hat zu verhindern, dass selbst Anhänger dieser Liebeslehre in nicht geringer Zahl, diesem – angeblich – gottlosen Regime anhängen und sich an dem Massenmord an den Glaubensverwandten beteiligen?

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