DIE LINKE in Sachsen-Anhalt will den Kirchen ans Geld


Landtag Sachsen-Anhalt. (FOTO: DPA)

Sachsen-Anhalts Linke stellt die Verträge mit der Evangelischen und der Katholischen Kirche sowie den jüdischen Gemeinden in Frage. Landtags-Fraktionschef Wulf Gallert kündigte für die kommende Parlamentssitzung einen Antrag an, wonach die aus den 1990er Jahren stammenden Vereinbarungen überprüft und überarbeitet werden sollen.

Naumburger Tageblatt

Im Kern des Antrags geht es vor allem um das Geld, das Sachsen-Anhalt jährlich an die zwei großen Kirchen zahlt – derzeit rund 30 Millionen Euro. Hinzu kommen noch einmal knapp 1,3 Millionen Euro für die jüdischen Gemeinden.

Die Staatsleistungen fußen auf einem Gesetz von 1803, wonach die Kirchen für säkularisierte (verstaatlichte) Güter entschädigt werden. Doch im Gegensatz zu anderen staatlichen Entschädigungsleistungen wurde hier nicht einmal bezahlt – sondern auf Dauer. Allein in Sachsen-Anhalt flossen bislang 460 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt. Zudem ist in keinem Bundesland die Zahlung je Einwohner oder Kirchenmitglied höher als in Sachsen-Anhalt.

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