Küng, Gottschalk und Jesus

Im Rahmen der Buchpremiere "Jesus" von Hans Küng (r) sprach der Autor mit Entertainer Thomas Gottschalk. © dpa

Der katholische Theologe Hans Küng sieht unter Papst Benedikt XVI. kaum Chancen für innerkirchliche Reformen. „Wahrscheinlich muss das Elend noch größer werden“, sagte der 83-jährige Kirchenkritiker bei der Vorstellung seines neuen Buches „Jesus“ am Montag in Berlin auf Fragen des Moderators Thomas Gottschalk.

Märkische Oderzeitung

„Dieser ganze Prunk“ und der innerkirchliche Gehorsam seien vergleichbar mit dem DDR-Regime. „Was hat das alles noch mit Jesus von Nazareth zu tun“, fragte der emeritierte Schweizer Professor bei der Vorstellung seiner neuen Christus-Biografie.

Gottschalk, Katholik und Ex Ministrant, äußerte seine Sympathie für Küngs Thesen über Jesus Christus als geschichtliche Gestalt. Bei der Lektüre des Jesus-Buches des Papstes und Theologen Joseph Ratzinger habe er dagegen „jede Menge Weihrauch wegpusten müssen“, sagte der Moderator. Er empfahl den rund 350 Zuhörern die Lektüre von Küngs Buch. „Wenn ich es verstanden habe, werden Sie es auch verstehen.“

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Europäischer Menschenrechts-Gerichtshof entscheidet über Kruzifixe am Arbeitsplatz

Dürfen Arbeitgeber ihren Angestellten verbieten, eine Halskette mit Kreuz zu tragen?

Mit dieser Frage muss sich demnächst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg befassen. Wie die Internet-Zeitung „Huffington Post“ berichtet, haben zwei Britinnen – eine Angestellte von „British Airways“ und eine Krankenschwester – vor dem Gerichtshof geklagt. Sie wurden entlassen, weil sie auf dem Tragen des Kreuzes beharrten. Beide berufen sich auf die Religionsfreiheit, die in Artikel Neun der Europäischen Menschenrechtskonvention garantiert wird. Dagegen unterstützt die britische Regierung das Verbot der Arbeitgeber. Sie will vor dem Gerichtshof argumentieren, dass das Tragen des Kreuzes nicht notwendig für das Praktizieren des eigenen Glaubens ist.

Deutschlandradio Kultur

Hans-Peter Friedrich: Der erste Integrationsverweigerer im Staat

Hans-Peter Friedrich (Offizielles Foto), wikipedia

Innenminister stellt Muslime unter Generalverdacht und reduziert den Islam auf Sicherheitsaspekte

Von Jacob JungSaarländische Online-Zeitung

Als Innenminister ist Hans-Peter Friedrich unter anderem für „Angelegenheiten betreffend Zuwanderung, Integration und nationaler Minderheiten“ zuständig. Um falsche Vorstellungen über seine Haltung in Sachen Integration von Beginn an zu vermeiden, wählte der frühere CSU-Landesgruppenchef am Tag seiner Amtseinführung im März 2011 deutliche Worte: „Dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt“. Nach nur einem Jahr im Amt und nach zahlreichen Angriffen und Aktionen gegen die in Deutschland lebenden Muslime erhält der Minister jetzt die Quittung für seine Integrationsverweigerung: Die Konferenz Islamischer Landesverbände (KILV) hält Hans-Peter Friedrich als Innenminister für eine Fehlbesetzung und begründet ihren Standpunkt nachvollziehbar.

Gemeinsame Erklärung der KILV

Am vergangenen Samstag (10. März 2012) hat die Konferenz Islamischer Landesverbände (KILV), als Reaktion auf den Umgang des Innenministers mit der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“, in Offenbach eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

In der KILV sind insgesamt neun islamische Landesverbände (Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg, Schura Niedersachsen, Islamische Föderation Berlin, Schura Bremen, Schura Hamburg, Schura Schleswig-Holstein, Bund der Muslime Thüringen, Islamische Religionsgemeinschaft Hessen/IRH, Koordinierungsrat Mecklenburg-Vorpommern) organisiert.

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Christen in der Wirtschaft: Unmoralische Motivations-Apostel

Christen sollten sich erst durch Leistung, Innovation und Erfolg auszeichnen, bevor sie andere Menschen mit ihrem christlichen Glauben überzeugen. Dies hat Daniel Hoster beim Jahrestreffen der "Christen in der Wirtschaft" gefordert. Foto: Christen in der Wirtschaft

Christen sollten sich durch Leistung, innovative Ideen und auch Erfolg auszeichnen, bevor sie versuchen, andere Menschen mit Worten vom christlichen Glauben zu überzeugen. Dafür warb Daniel Hoster, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank, am Wochenende in Frankfurt am Main beim Deutschlandtreffen des Verbands „Christen in der Wirtschaft“.



pro Medienmagazin

Andere Menschen reagierten besonders stark darauf, ob Christen moralisch integer lebten und ob sie überdurchschnittliche Leistungen brächten. Die Worte von Christen bekämen erst Gewicht, wenn die anderen Lebensbereiche stimmig seien. Dazu gehöre auch ein glaubwürdiges Engagement für die eigene Familie, sagte Hoster.



Mehr durch Liebe als durch Lamentieren auszeichnen

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Generation Facebook: Gott chattet und twittert nicht

Bild: DERWESTEN

Konfirmanden erklärten in ihrem Vorstellungsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Rentfort das Netzwerk Facebook – was bei Jugendlichen, Pfarrerin und anderen Gläubigen ankam.

DERWESTEN

Ich habe 44 Freunde, alles ist in Butter.

Darunter auch ein Kumpel und der Nachbar meiner Mutter.

Und heut’ ist wieder einer dieser wundervollen Tage.

Ich bekomm’ ne brandneue Freundschaftsanfrage.

Facebook ist in aller Munde. Man hat den Eindruck, fast jeder ist drin. Vor allem die Jugend treibt das soziale Netzwerk um. Das machte ein Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche deutlich, der durch die künftigen Konfirmanden gestaltet wurde.

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