75 Jahre „Mit brennender Sorge“: Publizist beleuchtet Konkordat


Ulrich Nersinger, Bild: Sankt Ulrich Verlag

Die Konkordatspolitik von Papst Pius XI. (1922-39) war vom Bemühen getragen, Tendenzen zur „nationalistischen Prägung“ von Ortskirchen zu verhindern sowie „autoritäre und totalitäre Übergriffe gegen die Kirche und das Christentum“ abzuwehren:

kathweb

Das betont der deutsche Theologe, Historiker und Publizist Ulrich Nersinger in einem Beitrag für die Würzburger katholische Zeitung „Die Tagespost“ (13./14. März) aus Anlass des 75. Jahrestags der Enzyklika „Mit brennender Sorge“. Pius XI. hatte dass Dokument, das am 21. März 1937 im Deutschen Reich verlesen wurde, am 14. März 1937 unterzeichnet.

Nersinger erinnert, dass vor Nazi-Deutschland die Rechtskatholiken der „Action francaise“, der Mussolini-Faschismus, der Sowjetkommunismus und die mexikanische Kirchenverfolgung unter Plutarco Elais Calles im Fokus Pius‘ XI. gestanden waren. Das habe Pius XI. bewogen, das Völkerrecht zum Schutz der Katholiken zu betonen. „Wenn es auch immer seltener gelang, die in den Abkommen gesicherten Rechte der Katholiken auf Dauer durchzusetzen, so besaß man durch die Konkordate zumindest eine völkerrechtliche Verankerung und einen moralischen Anspruch“, so Nersinger.

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