Der „poplige Ostkatholik“ Thierse hat Angst um seine Kirche

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse sieht die katholische Kirche im politischen Betrieb im Nachteil. „Die evangelische Kirche erweist sich in vielen Fragen als geschmeidiger, während die katholische Kirche eine strengere Verbindlichkeit auch in moralischen Fragen artikuliert“, sagte Thierse, der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört.

domradio.de

Der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ betonte Thierse (SPD) angesichts der für Sonntag erwarteten Wahl des evangelischen Theologen Joachim Gauck zum Bundespräsidenten und einer künftigen protestantischen Doppelspitze mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) allerdings, er halte die Frage nach den Konfessionen „für hoffnungslos überbewertet“. Der SPD-Politiker sieht die katholische Kirche im Konflikt mit einem in der Politik geforderten Pragmatismus.

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Sexshop „nur für Christen“

Screenshot des Internetangebots des ehemaligen Pastors

Ein ehemaliger Pfarrer hat in den Niederlanden einen Internet-Sexshop „nur für Christen“ eröffnet. Eine holländische Erotikseite für Muslime gibt es bereits seit 2010. Nackte Haut sucht man auf beiden Portalen vergebens.

FOCUS

Im „Liebesgarten“ des ehemaligen Pfarrers Marc Angenent aus den Niederlanden brauchen gläubige Christen keine Angst vor Pornografie oder nackten Frauen zu haben. „Es geht züchtiger zu, als bei anderen Online-Angeboten“, erklärte der Initiator der Zeitung „Algemeen Dagblad“ vom Mittwoch. Viele Christen seien traditionell sehr schamhaft, wenn es darum gehe, über Sexualität zu sprechen, sagt Initiator Marc Angenent dem Blatt. Der evangelische Ex-Pastor ist inzwischen auch als Sexualexperte tätig.

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Gott im Alltag begegnen – Träumen am hellichten Tag

Bild: http://www.unserekirche.de

Unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ haben sich am Samstag rund 5.000 evangelische Christen zum Gemeindekongress Missionale in den Kölner Messehallen getroffen. Die Treffen, die Kirchenmitarbeiter zu missionarischer Arbeit ermutigen sollen, finden seit 1979 statt. Zu den Referenten gehörten in diesem Jahr die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),Petra Bahr, der Heidelberger Theologieprofessor Wilfried Härle und Friedmann Eißler von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen.

epd – Landesdienst West

In Workshops und Seminaren sollte darüber nachgedacht werden, wie die Christinnen und Christen Gott im Alltag glaubwürdig und verständlich bezeugen könnten, erläuterte Hans-Hermann Pompe, Leiter des Zentrums „Mission in der Region“ der EKD. „Wir wollen einfach von Gott sprechen, aber nicht simpel. Die Leute sollen hier rausgehen und sagen: ‚Ich habe etwas besser verstanden'“, sagte Pompe. Die Impulse von der Missionale sollen alle Beteiligten in ihre Gemeinden mitnehmen. „Es geht darum, die Liebe Gottes in Wort und Tat unter die Leute zu bringen, damit diese Welt eine bessere wird. Das Evangelium läuft nicht von selbst, wenn die Christinnen und Christen das nicht in die Hand nehmen.“

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Alt Bundesrichter Giusep Nay: „Der Rechtsstaat muss alle Religionen gleich behandeln“

Giusep Nay (Bild: Angelika Boesch)

Es sei die Pflicht des demokratischen Rechtsstaates, alle Religionen gleich zu behandeln, betont der ehemalige Bundesrichter Giusep Nay (69): „Es wäre deshalb richtig, auch die Muslime in der Schweiz öffentlich-rechtlich anzuerkennen.“ Der Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Luzern spricht am 19. März anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Zentrums für Religionsverfassungsrecht an der Universität Luzern zum Verhältnis von Religion und Staat.

Von Benno Bühlmannkipa-apic.ch

Frage: Giusep Nay, Sie sprechen am kommenden Montag an der Universität Luzern über das Verhältnis von „Staat und Religion – was sie verbindet, was sie trennt“. Wie sehen Sie dieses Spannungsfeld, das ja auch heute noch regelmässig für Diskussionen sorgt?

Giusep Nay: In unserer Gesellschaft musste und muss immer wieder ausgehandelt werden, welchen Platz die Religion in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat einnehmen soll. Da spielt einerseits das Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit und das aus ihr fliessende Neutralitätsgebot des Staates eine zentrale Rolle. Anderseits ist grundsätzlich auch eine institutionelle Trennung von Staat und Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften unverzichtbar.

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Ausstellung „Die missbrauchte Religion – Islamisten in Deutschland“

Bild: http://www.schleswig-holstein.de

Innenminister Klaus Schlie hat vor einer zunehmenden Verbreitung des Salafismus in Schleswig-Holstein gewarnt. „”Die Anziehungskraft dieser Ideologie ist nicht zu unterschätzen”“, sagte Schlie am Mittwoch (14. März) in Kiel anlässlich der Eröffnung einer gemeinsamen Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz und der Landeszentrale für politische Bildung über Islamisten in Deutschland.

Cop2Cop

Jugendliche und junge Erwachsene, Muslime und Konvertiten seien besonders empfänglich. Beim Salafismus handelt es sich um eine strenge und rückwärtsgewandte Strömung des Islamismus. Sie kann auch Grundlage für Radikalisierungsprozesse bis hin zum islamistischen Terrorismus sein. „”Vom salafistischen Spektrum geht eine besondere Gefährdung für die Sicherheit Deutschlands aus”“, sagte der Minister.

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