Evangelikaler Rassismus: Indianer sind Monster

«In der Zeit verloren»: Suruwaha-Kind (Bild: © Jemerson Higino de Azevedo/Survival)

Eine australische Fernsehreportage wirft ein schiefes Licht auf die Suruwaha, einen brasilianischen Indianerstamm. Hinter der Kampagne stecken christliche Missionare.

20 Minuten Online

Indigene Völker waren schon immer eine Projektionsfläche für die Bewohner so genannt entwickelter Regionen. Schon Tacitus hielt den Römern den Spiegel vor, indem er die Tugenden der Germanen pries. Daneben dienten die «Wilden» aber auch immer als Negativ-Folie, vor deren Hintergrund die eigene Kultur in günstigerem Licht erschien – «Menschenfresser» und andere schauerliche Gestalten bevölkern noch heute das kollektive Unterbewusstsein der westlichen Welt.

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A. Merkel: Bei aller Macht der Politik – „das letzte Wort hat Gott“

Bei aller Macht der Politik - "das letzte Wort hat Gott", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: pro

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Samstag mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Kirche den 60. Geburtstag des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) gefeiert. „Engagierte Christen müssen für Demokratie und Menschenrechte eintreten“, erklärte sie bei ihrer Festrede in Siegen.

pro Medienmagazin

„Das Christentum hat unser Land in einzigartiger Weise geprägt und war auch Gründungsimpuls der CDU“, erklärte Merkel vor gut 1.000 Besuchern in der Siegerlandhalle. Die Union, in der traditionell viele Katholiken vertreten seien, habe sich immer auch als ökumenisches Projekt verstanden. Das Gelingen des Arbeitskreises sei „nicht selbstverständlich“, sondern ein Grund zur Dankbarkeit. Der EAK sei auch in Zukunft als „Scharnier zwischen der CDU/CSU und der Evangelischen Kirche nicht wegzudenken“.

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Der geohrfeigte Vize-Gott

Papst Benedikt XVI. rehabilitierte Bischof Williamson. Das löste eine Welle der Entrüstung aus.

Drei Jahre ist es her, dass Papst Benedikt XVI. der erzkonservativen Piusbruderschaft um Holocaust-Leugner Williamson die Hand reichte und die katholische Kirche so in ein Krise stürzte. Am Versöhnungskurs hielt der Papst fest – aber offenbar endet nun die Geduld. Er setzte eine letzte Frist.

Von Tilmann KleinjungARD-Hörfunkstudio Rom

Das ganze Unternehmen stand von Beginn an unter einem ungünstigen Stern. Papst Benedikt XVI. streckte die Hand aus und nahm vor drei Jahren die Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft zurück. Kurz danach wurde bekannt, dass einer der vier, der Brite Richard Williamson, ein notorischer Holocaustleugner ist.

„Ich glaube, dass die historischen Belege im höchsten Maße dagegen sprechen, dass sechs Millionen Juden bewusst in Gaskammern vergast wurden als eine absichtliche Politik Adolf Hitlers.“ Mit dieser Aussage in einem Interview bescherte Richard Williamson Papst Benedikt XVI. eine der schwersten Krisen seiner Amtszeit.

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Das Kreuz ist keine Frage für weltliche Gerichte

katholisches.info

Ist das Kreuz eine Frage für Gerichte? – Warum machen Sie Wahlkampf für die CDU? – Ein Interview mit Pater Franz Schmidberger von der Piusbruderschaft:

Katholisches Magazin

Das Kreuz darf in Italiens Schulen bleiben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gab Italien Recht in der Causa Lautsi gegen Italien. Ihre erste Reaktion, als Sie von dieser ganz Europa betreffenden Entscheidung hörten?

Wir haben die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte mit Genugtuung und Erleichterung zur Kenntnis genommen. Warum sage ich nicht mit Freude? Weil es eigentlich keine Angelegenheit eines menschlichen Gerichtes ist, darüber zu befinden.

Ist das Kreuz eine Frage für die Gerichte? Oder aus einem etwas anderen Blickwinkel: Wie kommt es, daß die religiöse und kulturelle Identität Europas Gegenstand gerichtlicher Verhandlungen ist?

Ob Gott uns erschaffen durfte, ob er uns an einem Kreuz von unseren Sünden erlösen will, ist keine Frage für menschliche Gerichte und Mehrheitsbeschlüsse, genausowenig wie die Frage, ob seit dem Opfer von Kalvaria das Heil eines jeden Menschen von seiner Nähe zum Kreuz und zu Jesus, dem Gekreuzigten, abhängt. Dies ist genauso objektiv vorgegeben wie die Tatsache, daß zweimal zwei vier ist. Aber wie schon beim Tode Jesu, wo Menschen über Gott zu Gericht saßen, so ist es auch heute. Der säkularisierte Zeitgenosse macht sich in der Abtreibung, in der künstlichen Befruchtung und Euthanasie nicht nur zum Herrn über Leben und Tod; er will sich sogar über Gott stellen und dem Schöpfer und Erlöser diktieren, was er zu tun und zu lassen hat. Die religiöse und kulturelle Identität Europas wird vor Gerichtshöfe gezerrt, weil das erste Gebot Gottes außer Kraft gesetzt worden ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.

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RKK und Missbrauch: Wer kontrolliert die Kontrolleure?

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann soll in seinem Bistum pädophil aufgefallene Pfarrer beschäftigen. Dabei hatte er sich in seiner Funktion als Missbrauchsbeauftragter für eine Null-Toleranz-Linie ausgesprochen. (© dapd)

Ausgerechnet der katholische Missbrauchsbeauftragte Ackermann soll in seinem Bistum Trier Pädophile weiterhin als Seelsorger beschäftigen. Mindestens sieben auffällig gewordenen Priester seien dort tätig, so der „Spiegel“. Dabei hatte Ackermann zuvor eine Null-Toleranz-Linie gegenüber Tätern gefordert.

Süddeutsche.de

Der Missbrauchsbeauftragte der katholischen Deutschen Bischofkonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, geht nach Recherchen des Spiegels in seinem eigenen Bistum nur zögerlich gegen Pädophile vor.

In seinem Bistum sind mindestens sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer im Einsatz, so das Nachrichtenmagazin. Darunter ein Geistlicher, der als Lehrer in einem Internat sexuelle Beziehungen zu einem seiner Schüler unterhalten haben soll, und zwei wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilte Priester.

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