Evangelikaler Rassismus: Indianer sind Monster


«In der Zeit verloren»: Suruwaha-Kind (Bild: © Jemerson Higino de Azevedo/Survival)

Eine australische Fernsehreportage wirft ein schiefes Licht auf die Suruwaha, einen brasilianischen Indianerstamm. Hinter der Kampagne stecken christliche Missionare.

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Indigene Völker waren schon immer eine Projektionsfläche für die Bewohner so genannt entwickelter Regionen. Schon Tacitus hielt den Römern den Spiegel vor, indem er die Tugenden der Germanen pries. Daneben dienten die «Wilden» aber auch immer als Negativ-Folie, vor deren Hintergrund die eigene Kultur in günstigerem Licht erschien – «Menschenfresser» und andere schauerliche Gestalten bevölkern noch heute das kollektive Unterbewusstsein der westlichen Welt.

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3 Comments

  1. Nicht nur Evangelikale – auch noch Katholen obwohl nach der Aufklärung – bezeichnen unchristliche Völker als Monster….. So der bairische Stellvertreter Gottes im Vatikan z. B. bei seiner gefeierten Rede im deutschen „Reichstag“ in Berlin letzes Jahr – vor ahnungslosen Volksvertretern und der öffentlich-rechtlichen „Elite“ Deutschands. Über das antke Volk der Skyten als eine Art völkisches Monster hat sich der Pope mockiert. Diesmal hatte Ratzinger sich bei seiner Herabwürdigung eines gesamten Volkes den unsinnigen Spruch eines christlichen Kirchenvaters -Origenes- bedient:
    „Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben (?!), und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde.’

    Beifall bekam der vatikanische OberSchamane für diese kollektive Verdammung eines antiken Volkes, das sich gegen diese allerchristlichste Geschichtsklitterung ja nicht mehr wehren kann….Auch keinem so kritischen Pressevertreter ist dieses monströse Zitat des Alten Mannes aus Baiern aufgefallen. Bei seinem vorletzten mißglückten Vergleich…dem in seiner „Regensburger Rede“ hatten wenigstens die Muslime den Papst bei seinem Besuch in der Türkei zur Rede gestellt.

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  2. Katholen und Evangelikale enstammen allesamt aus derselben selbstgefälligen und verbrecherischen Sippe, die dafür bekannt ist, als „gottgefällige“ Missionare den Untergang indiogener und afrikanischer Völker – und damit deren Kultur – eingeleitet zu haben. Mich wundert dabei nur, dass die Nachkommen dieser Völker auch heute noch dem Christentum verfallen sind und offensichtlich dem Gehirnwäscheprozeß auch im Zeitalter der Aufklärung nicht entrinnen konnten.

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