Spirituelle Obdachlosigkeit

Die Schweizer Tageszeitung "Der Bund" rief zu einem Schreib-Wettbewerb zum Thema Gott auf. Die Resonanz war enorm.
Foto: pro

Erleben wir eine Renaissance der Religion, oder verdunstet der Glaube in unserer Gesellschaft mehr und mehr? Um dieser Frage nachzugehen, führte die Schweizer Tageszeitung „Der Bund“ einen Schreib-Wettbewerb durch. Das Motto lautete: „Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn.“

pro Medienmagazin

„Die Medien berichten regelmässig über boomende Sekten, Freikirchen und den Trend zu esoterischen Privatreligionen“, stellte die Zeitung „Der Bund“ Ende des vergangenen Jahres fest. Gleichzeitig schwinde die Anziehungskraft der Institution Kirche immer mehr. Die Zeitung wollte daher wissen, wie es um die Religiosität der Gesellschaft steht. Die Berner Tageszeitung rief zu ihrem sechsten Essay-Wettbewerb auf und bat ihre Leser dazu, über den Glauben zu schreiben. Das Echo war enorm.

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Vatikan/Italien: Die Mafia im Vorhof der Völker

Papst Benedikt, der Denker, hat ihn angeregt. Kardinal Ravasi, der „Macher“, hat ihn umgesetzt: den „Vorhof der Völker“, jene wandernde Begegnungsstätte zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden, die der päpstliche Kulturrat seit genau einem Jahr in verschiedenen Metropolen Europas und außerhalb veranstaltet.

Radio Vatikan

Es sind große Debattenforen über verschiedene Themen, die das Zusammenleben zwischen weltanschaulich heterogenen Gruppen betreffen, Foren für Intellektuelle, gewiss, die sich punktuell aber auch Jugendlichen und allen anderen Interessierten öffnen. Der nächste „Vorhof der Völker“ findet Ende März in Palermo statt, und er wird im Zeichen der Mafia stehen. Kardinal Gianfranco Ravasi erklärt im Gespräch mit uns:

„Palermo ist bedeutsam und auch originell wegen der beiden Stränge, die sich im Titel unserer Begegnung verflechten: Kultur der Legalität und multireligiöse Gesellschaft. Einerseits also das soziale Profil, die Legalität, die ununterbrochen von der Welt der Laien, Zivil, Politik, dekliniert wird. Die Legalität geht aber auch die spirituelle und religiöse Welt etwas an. Denken wir an die Märtyrer der Mafia, für die Palermo geradezu ein Sinnbild ist. Andererseits war Sizilien, wie seine Baudenkmäler zeigen, immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen. Es ist in sich ein Zeugnis der Multireligiosität, des interreligiösen Dialogs.“

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Mexiko: Religiöse Mafia soll über weltliche Mafia sprechen

Papst-Reliquie Mexiko, Bild: Die Presse.com

Mexikanische Bischöfe und Priester sind nach Einschätzung der Kirchenexpertin Silke Hensel indirekt in die blutigen Geschäfte der Drogenkartelle verwickelt. Sie akzeptierten Mafiagelder für Kirchbauten und seien so an Geldwäsche beteiligt, schreibt die Historikerin vom Exzellenzcluster «Religion und Politik» der Universität Münster in einem am Montag kurz vor dem Mexiko-Besuch des Papstes veröffentlichten Aufsatz. «Häufig bleibt den Pfarrern keine andere Wahl, als das Geld anzunehmen, droht ihnen doch sonst die Rache der Mafia.»

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Nach Hensels Ansicht muss Benedikt XVI. die Drogenmafia und die Korruption in dem lateinamerikanischen Land bei seiner Visite vom 23. bis 26. März deutlich zur Sprache bringen. Seit der Kriegserklärung der mexikanischen Regierung gegen die Drogenkartelle habe sich die Sicherheitslage extrem verschlechtert.

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Frauenfußball: Nur ohne Kopftuch geht es?

Bild: dpa

Ein französischer Schiedsrichter hat den Anpfiff eines Frauen-Fußballspiels verweigert, weil muslimische Spielerinnen mit Kopftuch aufs Feld gegangen sind. In Frankreich sind religiöse Symbole verboten, die Fifa will sie erlauben.

FOCUS Online

Die Begegnung zwischen dem FC Narbonne und Petit-Bard Montpellier ist in letzter Minute abgesagt worden, weil Spielerinnen aus Montpellier mit Kopftüchern bekleidet das Spielfeld betraten, teilte der FC Narbonne nach Medienberichten vom Montag mit.

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Wider den Säkularismus

Bild: humanismus.aktuell

Report: Diskriminierung von Christen in Europa nicht totschweigen

kath.net

Vor einer zunehmenden rechtlichen Diskriminierung von Christen und der vermehrten Intoleranz gegenüber christlichen Positionen in Europa warnt der neue „Report 2011“ der in Wien ansässigen Beobachtungs- und Dokumentationsstelle „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“. Das Dokumentationsarchiv recherchierte und dokumentierte für das Jahr 2011 180 Vorfälle von Intoleranz und Diskriminierung, die im Bericht aufgeführt sind. Studien zeigten, dass 85 Prozent aller sogenannten „hate crimes“ gegen Christen gerichtet sind. Wie „Observatory“-Leiterin Gudrun Kugler betonte in einer Presseaussendung am Montag betont, dürfe diese Tatsache „in der öffentlichen Debatte nicht totgeschwiegen“ werden.

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