Vatikan/Italien: Die Mafia im Vorhof der Völker


Papst Benedikt, der Denker, hat ihn angeregt. Kardinal Ravasi, der „Macher“, hat ihn umgesetzt: den „Vorhof der Völker“, jene wandernde Begegnungsstätte zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden, die der päpstliche Kulturrat seit genau einem Jahr in verschiedenen Metropolen Europas und außerhalb veranstaltet.

Radio Vatikan

Es sind große Debattenforen über verschiedene Themen, die das Zusammenleben zwischen weltanschaulich heterogenen Gruppen betreffen, Foren für Intellektuelle, gewiss, die sich punktuell aber auch Jugendlichen und allen anderen Interessierten öffnen. Der nächste „Vorhof der Völker“ findet Ende März in Palermo statt, und er wird im Zeichen der Mafia stehen. Kardinal Gianfranco Ravasi erklärt im Gespräch mit uns:

„Palermo ist bedeutsam und auch originell wegen der beiden Stränge, die sich im Titel unserer Begegnung verflechten: Kultur der Legalität und multireligiöse Gesellschaft. Einerseits also das soziale Profil, die Legalität, die ununterbrochen von der Welt der Laien, Zivil, Politik, dekliniert wird. Die Legalität geht aber auch die spirituelle und religiöse Welt etwas an. Denken wir an die Märtyrer der Mafia, für die Palermo geradezu ein Sinnbild ist. Andererseits war Sizilien, wie seine Baudenkmäler zeigen, immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen. Es ist in sich ein Zeugnis der Multireligiosität, des interreligiösen Dialogs.“

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2 Comments

  1. Ein Dialog mit Religoten, wie soll das gehen

    Die religiosen Mythen spiegeln sehr deutlich das Unwissen der Religioten, sie enthalten keine realen Orte, Handlungen und Personen, alles ist Fiktion. Die Vielzahl unverklärbarer Fakten und Vorgänge in der Natur werden darin als Plan und Eingreifen von Göttern der Römer, Griechen, Ägypter, Asiaten, Nordeuropäer oder sonstigen Kulten ausgelegt. Kirchenführer, Heilsbringer, Religioten und sogar Politiker nutzen dazu in ihrem Wahn entlarvende Redewendungen.

    Ein besonderer Fall ist der „Kirchensprech“ der Kinderficker Sekte, bei dem mit Adjektiven ein Eindruck erweckt wird, der das exakte Gegenteil der Realität ist. Wenn man obersten Religioten als „all-wissend“ und „all-gütig“ bezeichnet, dann hat er in der Regel keine Ahnung und ist ein rücksichtsloser Machtmensch. Wenn eine Aussage als „ewig wahr“, „unantastbar“, „absolut“ usw. bezeichnet wird, dann ist sie ergelogen und frei phantasiert. Wenn bestimmte Begriffe durch zu viele Skandale der Kinderficker negativ besetzt sind, werden sie umdefiniert. So gibt es bei der RKK keine Exorzisten mehr, sondern nur noch „Beauftragte im Befreiungsdienst“ und pädophile Priester sind neuerdings „Beauftragte im Beglückungsdienst“

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