Tatort Kirche

Tatort: Stefan K. vor der Kirche St. Josef in Weißensee, wo er in der Sakristei misshandelt wurde. Heute ist es ihm wichtig, seine Geschichte zu erzählen

33 Knöpfe, daran erinnert er sich noch genau. 33 Knöpfe der priesterlichen Soutane, die nacheinander geöffnet wurden. Die Erinnerung an das, was folgte, war über Jahre in einem Nebel verschwunden, den man in der Psychologie Trauma nennt:

Von Uta KeselingBerliner Morgenpost

Erfahrungen, die zu schlimm sind, um sie zu verarbeiten, werden beiseitegeschoben. Manchmal dauert es Jahrzehnte, bis sie wiederkommen.

So wie bei Stefan K. (Name geändert). Er war elf Jahre alt, als ein Kaplan ihn sexuell missbrauchte. Erst jetzt, mit Mitte 40, ist K. in der Lage, öffentlich darüber zu sprechen. Seine Vorwürfe treffen einen Geistlichen, gegen den schon einmal wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wurde – Peter W., zuletzt Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Hohenschönhausen.

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NRW: Grundgesetzverstöße im Programm der Piratenpartei

Bild: domradio.de

Nach dem zweiten Landtagseinzug der Piraten wird auch der ins nordrhein-westfälische Parlament immer realistischer. Prälat Martin Hülskamp, Leiter des katholischen Büros in NRW, ruft die Partei im domradio.de-Interview auf, ihr kirchenkritisches Programm „noch mal genau anzuschauen“. Zur Zukunftsvision der Piraten gehört, dass Religion künftig eine reine Privatsache werden soll. So soll die Kirchensteuer fallen und der Religionsunterricht abgeschafft werden.

domradio.de

domradio.de: Viele haben der Piratenpartei eine geringe Lebenserwartung gegeben. Der Einzug in zwei Landesparlamente zeigt das Gegenteil. Trotz dieser Kirchenpolitik. Gibt ihnen das zu denken, zumal die Wahl in NRW unmittelbar bevorsteht?
Hülskamp: Das ist natürlich ein Phänomen, das unsere besondere Aufmerksamkeit erfordert. Es überrascht schon, dass die Piraten mit über sieben Prozent in den Landtag gekommen sind. Dadurch wird die Perspektive für eine Präsenz der Partei im Landtag Nordrhein-Westfalen sehr realistisch. Was die Programmatik betrifft, bin ich etwas verhalten. Die Piraten sind bekanntlich eine Partei, die primär und zunächst auf einer Kommunikationsstruktur groß geworden sind, nämlich dem Internet. Und die Programmatik ist ein Aspekt, der gewissermaßen Stück für Stück hinterher kommt. Es ist richtig, dass in dem Bundesprogramm sehr kirchenkritische Elemente enthalten sind, die zum Teil auch nicht dem Grundgesetz entsprechen. Wir werden uns damit ganz offensiv auseinandersetzen, ohne Angst zu haben.

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ZDF „heute-journal“ – religiöser Spitzenreiter

Im vergangenen Jahr berichtete das "heute journal" am häufigsten über religiöse Themen.
Foto: ZDF / pro

Die aktuelle Berichterstattung der sechs wichtigsten deutschen Nachrichtensendungen wurden 2011 vor allem durch die Umwälzungen in einigen arabischen Ländern, die Euro-Krise sowie die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima geprägt. Kirchen und Religion spielten dagegen mit einem Prozent der Berichterstattung nur eine geringe Rolle.



pro Medienmagazin

Diese Ergebnisse des Branchendienstes „InfoMonitor 2011“ wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ veröffentlicht und analysiert. Gegenüber 2006 ist der Wert der Berichterstattung über Kirche und Religion leicht gesunken. Er lag vor fünf Jahren noch 1,2 Prozent. Die Studie untersucht die „Tagesschau“, „Tagesthemen“ (beide ARD), „heute“ und „heute-journal“ (beide ZDF) sowie „RTL aktuell“ und die „Sat.1-Nachrichten“.

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Respekt vor religiöser Andacht

Benjamin Weiß (Vorsitzender Grüne Jugend Hessen) und Dekan Klaus Schmid (rechts) diskutierten über das Verhalten an religiösen Feiertagen. Foto: Dekanat Bad Schwalbach

Das Hessische Feiertagsgesetz bedarf einer Novellierung, darüber sind sich Benjamin Weiß, Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen und Dekan Klaus Schmid vom Dekanat Bad Schwalbach einig. Das „Tanzverbot“ etwa, das sonntags zwischen 4 und 12 Uhr gilt, sei nicht mehr zeitgemäß. Auch darüber, dass Menschen, die mit religiösen Festen nichts anfangen können, nicht zur „Andacht“ gezwungen werden können, herrschte bei einem vorösterlichen Treffen der beiden Konsens.

Wiesbadener Tagblatt

Dass religiöse Gefühle und „Andacht“ für Menschen, die diese für sich wünschen, auch geschützt werden müssen und sie nicht durch andere dabei gestört werden, wollen die Grünen zwar gewährleisten, wie dies in der Praxis funktionieren könne, blieb aus Sicht von Klaus Schmid jedoch offen. „So viel Freiheit wie möglich und so wenig staatliche Steuerung wie nötig“, wünscht sich Benjamin Weiß in diesem Punkt.

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Vatikan: Ritus zur Segnung von ungeborenen Kindern genehmigt

Bild. katholisches magazin

Der Vatikan hat einen Ritus zur Segnung von ungeborenen Kindern genehmigt. Zum Muttertag 2012 wird eine Broschüre mit dem englischen und spanischen Text veröffentlicht und verfügbar sein.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Initiative geht vor allem auf die amerikanischen Bischöfe zurück. Sie begrüßten die Billigung durch die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in Rom, wie LifeSiteNews berichtete.

„Ich bin über die Schönheit dieses Segens für die ungeborenen Kinder beeindruckt“, sagte Kardinal Daniel Di Nardo, Erzbischof von Galveston-Houston und Vorsitzender des Komitees für Lebensrechtsinitiativen der US-Bischofskonferenz.

„Es hätte keinen besseren Tag als heute geben können, um diese gute Nachricht bekannt zu geben“, so Kardinal Di Nardo, in Anspielung auf das Fest Maria Verkündigung, an dem die katholische Kirche neun Monate vor Weihnachten an die Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria erinnert, daß sie von Gott ein Kind empfangen werde.

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