Respekt vor religiöser Andacht


Benjamin Weiß (Vorsitzender Grüne Jugend Hessen) und Dekan Klaus Schmid (rechts) diskutierten über das Verhalten an religiösen Feiertagen. Foto: Dekanat Bad Schwalbach

Das Hessische Feiertagsgesetz bedarf einer Novellierung, darüber sind sich Benjamin Weiß, Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen und Dekan Klaus Schmid vom Dekanat Bad Schwalbach einig. Das „Tanzverbot“ etwa, das sonntags zwischen 4 und 12 Uhr gilt, sei nicht mehr zeitgemäß. Auch darüber, dass Menschen, die mit religiösen Festen nichts anfangen können, nicht zur „Andacht“ gezwungen werden können, herrschte bei einem vorösterlichen Treffen der beiden Konsens.

Wiesbadener Tagblatt

Dass religiöse Gefühle und „Andacht“ für Menschen, die diese für sich wünschen, auch geschützt werden müssen und sie nicht durch andere dabei gestört werden, wollen die Grünen zwar gewährleisten, wie dies in der Praxis funktionieren könne, blieb aus Sicht von Klaus Schmid jedoch offen. „So viel Freiheit wie möglich und so wenig staatliche Steuerung wie nötig“, wünscht sich Benjamin Weiß in diesem Punkt.

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2 Comments

  1. Ich respektiere jede religiöse Andacht, sofern sie friedlich im geschlossenen Kreis der Religioten stattfindet.

    Was nicht akzeptabel ist, dass die Religioten als Minderheit mit ihrem Gehabe der Mehreit den Nerv stehlen, sei es durch ständiges Glockenbimmeln, durch Fernsehgottesdienste, durch Prozessionen und Walfahrten sowie durch Events wie etwa Kirchentage – zumal hier die Allgemeinheit solche Events auch noch finzieren muss.

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  2. Religion muß Privatsache bleiben. Es ist an der Zeit, dass das Konkordat mit dem Vatikan und die Staatsverträge mit den Evangelioten gekündigt werden. Konfessionslose zahlen nämlich im Rahmen dieser Verträge bisher ungewollt Kirchensteuer mit. Es ist ohnehin so, dass die sozialen Leistungen, die von den Kirchen erbracht werden, überwiegend vom Staat finanziert werden. Der Eigenanteil der Kirchen ist dabei sehr gering. Diese sozialen Dienste würden beim Wegfall der Kirchensteuer (da vom Staat subventioniert) bestimmt nicht zusammen brechen. Das ist lediglich eine verlogene Panikmache. Es wäre aber auch nicht schade, wenn Konfessionsschulen abgeschafft oder zumindest nicht mehr subventioniert würden.

    Im übrigen zeugt das sonntägliche, lärmige Gebimmel der Kirchen auch nicht von Respekt gegenüber Nichtgläubigen. Irgendjemand müßte den Religioten aber auch mal sagen, dass z.B. Weihnachten urspünglich ein heidnisches Fest war und von den Christen lediglich in ein christliches Fest umfunktioniert wurde. Dasselbe gilt auch für das Osterfest, welches ebenfalls heidnischen Ursprungs war. Da wurde die Vertreibung des Winters gefeiert.

    Übrigens: Die im Schwabenland übliche Kehrwoche erledige ich ausschließlich an einem Sonntag.

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