BA für Verfassungsschutz: ultrakatholische Internetseite „kreuz.net“ grundgesetzwidrig


Screenshot Brightsblog

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die ultrakatholische Internetseite „kreuz.net“ als grundgesetzwidrig ein. Der Präsident der Behörde, Heinz Fromm, antwortete auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Volker Beck.

Kölner Stadt-Anzeiger

Ein Vorstandsmitglied von „Pro Köln“ veröffentlicht auf der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als grundgesetzwidrig eingestuften Internetseite „kreuz.net“. Das ergibt sich aus der Antwort des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm auf eine Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen, Volker Beck.

Fromm schreibt, die Seite zeichne sich „durch homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen“ aus. Etliche Beiträge seien nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und überschritten „die Grenzen zur Strafbarkeit“.

„kreuz.net“ bezeichnet sich selbst als „Initiative einer internationalen Gruppe von Katholiken in Deutschland und Übersee, die hauptamtlich im kirchlichen Dienst tätig sind“. Die katholische Kirche hat sich allerdings wiederholt von „kreuz.net“ distanziert. Die Seite wurde auf den Bahamas registriert. Der Verfassungsschutz stößt nach eigenen Angaben bei im Ausland befindlichen Servern an seine Grenzen.

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1 Comment

  1. Ultrakatholisch, ultraorthodox, islamistisch…hier verboten, da beobachtet und dort hochgelobt. Es ist doch alles der Auswuchs ein- und desselben Chefs = Gott.

    Wie sähe es denn aus, wenn Gott eine irdische Organisation wäre? Wie müsste Herr Fromm den „lieben Gott“ selbst beurteilen?

    Schauen wir doch mal. Was würde den „lieben Gott“ aus der Sicht des Verfassungsschutzes kennzeichnen?

    – Heilsversprechen nur denen, die ihre Freiheit der Weltanschauung aufgeben

    – Gesetzgebung, Rechtsprechung und ausführende Gewalt in einer Person

    – Freund-Feind-Denken mit tödlichen Bestrafungen

    – Beanspruchung des Erkenntnis- und Handlungsmonopols

    – …

    Ein diktatorischer Motivationsguru handelt nicht anders. Zum Glück ist Gott ja außerirdisch. Aber wie steht es dann um diejenigen, die den Diktator heiligen? Wären die Priesterschaft und alle Gläubigen dann auch beobachtungswürdig? Immerhin rufen sie den galaktischen Sektenfürst offen herbei:

    „Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Unser nötiges Brot gib uns heute…“

    Schon seltsam, wenn sich ein Führer erst in den Heiligenstand erheben lässt, bevor er so gnädig ist und dem Volk das Brot reicht. Vielleicht sollten wir doch mehr beobachten als beten.

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