Im Hasenkostüm Kirchenaustritt


Als Hasen wollen die Kritiker aus der Kirche austreten (Symbolfoto)
Foto: picture-alliance / Defodi/picture alliance

Zu Ostern wollen zahlreiche Religionskritiker gesammelt aus der Kirche austreten. Dazu wollen sie sich in ein Hasenkostüm werfen.

Von Jasmin MaxwellHamburger Abendblatt

Die Vorbereitungen für das Hasenfest laufen bei Thorsten Barnickel auf Hochtouren. Die Website ist online, die Facebook-Gruppe gegründet. Ein Hasenkostüm ist auch schon gekauft. Barnickel und andere Religionskritiker rufen im Internet zum kollektiven Kirchenaustritt zu Ostern auf – oder auch zum Hasenfest, wie Barnickel lieber sagt.

Hinter der Aktion „Austritt zum Hasenfest“ stehen unter anderem das Online-Magazin FICKO und die Regionalgruppe Mainz/Rheinhessen der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung, deren zweiter Vorsitzender Barnickel ist. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie in Mainz zum Kirchenaustritt aufgerufen, damals machten etwa 30 Menschen mit. „Das war eher eine spontane Facebook-Aktion“, sagt Barnickel. In diesem Jahr will er bundesweit Austrittswillige mobilisieren. In neun Städten seien bereits konkrete Aktionen geplant, neben Mainz etwa in Köln, München und Trier.

weiterlesen

3 Comments

  1. @Argus7
    Deine Hoffnung ist vergebens, die Dummheit wird nie aussterben
    – wer wenig weiß muss viel Glauben. wer absolut nichts weiß wird Papst.

    In der Religiotie mit Göttern, Gottgleichen, Engeln und Dämonen wird immer der größte Lügner, Betrüger oder skrupelloseste Wortverdreher zum Oberhirten. Bis zu 25% der Menschen stellen weder den Führer noch seine Befähigung in Frage. Religioten können nie eine Demokratie gestalten, alle Aktionen zielen darauf ab den Despotismus des „all-wissenden Religionsführers“ zu stärken typisch füe die 245 RKK Dogmen.

    Der selbst ernannte Führer kaschiert seine Unfähigkeit neben all-wissend mit all-gütig und dem Auserwählt-Syndrom als kranke Paranoia, die freies Denken und Handeln unterbindet. Diskriminierung, soziopathische Perversion, Mord, heiliger Krieg und Ausbeutung wird zum ehrenhaften Handeln der Gläubigen, die Schuld der Täter wird zum Gott gewollten Verhalten umdefiniert, bekannt als „Robin-Hood“ Neutralisation.

    Liken

  2. Über Form und Gestaltung dieses geplanten Kirchenaustrittes mag es unterschiedliche Ansichten geben. Hauptsache ist, dass immer mehr Leute sich öffentlich zum Atheismus bekennen. Ich kenne viele Leute, die es einfach nicht wagen, sich öffentlich als Ungläubige zu outen, insgeheim aber schon lange nicht mehr an die total verlogene christliche Lehre glauben. Es ist ja auch ein Irrsinn sondergleichen, dass angeblich erwachsene, sich selbst für vernünftig haltende Menschen einem durch nichts bewiesenen Gottglauben verschrieben haben. Diese Leute müssen doch echt an einem pathalogischen Realitätsverlust leiden. Da ist die Forderung, dass man diesen Leuten mit Toleranz begegnen soll, schlichtweg nicht einzuhalten. Man kann sich doch gegenüber einer offensichtlichen Verblödung großer Teile der zweifellos gehirngewaschenen Menschheit nicht tolerant zeigen.

    Erst wenn sich das ganze Religiotentum, eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages, totgelaufen haben wird, kann sich eine auf die Zukunft der Menschheit ausgerichtete neue, humanistisch orientierte Philosophie etablieren. Eine Philosophie die frei ist von jeglichem religiotischen Aberglauben und dem damit verbundenen hirnverbrannten, total verlogenen biblischen Schöpfungsmythos. Da darf dann kein in roten Schuhen herumlaufender Stellvertreter Gottes mehr Macht und Einfluß über die Köpfe Menschen ausüben.

    Im übrigen meine ich, dass das Hasenkostüm einen tollen Kontrapunkt zu den bunten und farbigen Gewändern setzt, die der Operpope im Vatikan zu tragen pflegt. Dadurch wird der Widersinn des Religiotentums doch erst so richtig erkennbar.

    Liken

  3. Ist ja nett gemeint mit dem Hasenkostüm. Wenn die Kirchenaustrittsaufrufe allerdings von den Konservativen und von den potentiell Religionsmüden ernst genommen werden sollen, sollte man sich überlegen, ob man die Demo nicht etwas gediegener aufzieht. Die Gefahr, dass die Religioten die Osterhasenstory als Verunglimpfung ihrer (abartig verbohrten) Ansicht abtun und hart dagegen steuern, ist leider gegeben. Man muss bedenken, dass Religioten standesgemäß keinen Sinn für religionsbezogenen Humor aufbringen. Schon gar nicht, wenn ihnen dadurch wieder ein paar (Osterhasen)-Felle davon schwimmen könnten.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.