Salamworld – eine Art Facebook mit Kopftuch


Bild: tagesschau.de

Alles online und alles frei von gewaltsamen oder obszönen Inhalten – die Macher von Salamworld in Istanbul planen ein eigenes soziales Netzwerk nur für Muslime. Das Kopftuch gehört mit zur Philosophie, aber von einer Online-Moschee könne keine Rede sein. Doch viele junge Leute sind skeptisch.

VonThomas BormannARD-Hörfunkstudio Istanbul

Salam – so begrüßt man sich in arabischen Ländern. Salam heißt Frieden. Das neue, islamische soziale Netzwerk Salamworld hat also seine friedlichen Absichten schon im Namen enthalten.

Es ist so eine Art Facebook mit Kopftuch – eine islamische virtuelle Welt, eine geschützte Welt, so versprechen die Macher von Salamworld in ihrer Werbung: Sicher für junge Nutzer und ohne die anstößigen Inhalte, die normalerweise mit sozialen Netzwerken in Verbindung gebracht werden.

All das werde rausgefiltert, sagt Ahmed Azimov, einer der Chefs von Salamworld: „Alles, was zerstörerisch auf die Psyche von Kindern wirkt, zum Beispiel, auch Videos oder Bilder mit obszönen oder pornografischen Inhalten oder Gewalt-Videos. Es geht uns nicht nur um den Schutz der Muslime, sondern: Wir wollen alle Menschen vor Inhalten bewahren, die destruktiv auf die Natur des Menschen wirken.“

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