Freiheitsgewinn durch fromme Politik?


Marcia Pally, Bild:marciapally.com/

Marcia Pally über die „Neuen Evangelikalen“ in den USA
Religion spielt bei den US-amerikanischen Präsidentschaftsvorwahlen eine wichtige Rolle. Traditionell gelten konservative Christen, religiöse Rechte, Evangelikale als Wähler der Republikaner. Aber so einfach ist das nicht – mehr: Marcia Pally hat ein Buch über die evangelikale Bewegung in Amerika veröffentlicht: Die neuen Evangelikalen in den USA – Freiheitsgewinne durch fromme Politik.

Von Ulrike HeitmüllerTelepolis

Die Professorin unterrichtet an der New York University Multilingual Multicultural Studies und am Fordham University’s Institute of American Language and Culture. In den Jahren 2007 und 2010 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie schreibt in Deutschland zum Beispiel für die ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und die taz.

Pally sieht seit einigen Jahren eine Bewegung innerhalb der Evangelikalen, die „neuen Evangelikalen“. Während Evangelikale hierzulande eher mit Fundamentalismus und politischem Konservatismus in Verbindung gebracht werden, hätten die „neuen Evangelikalen“ ihre Prioritäten und Handeln woanders: So engagierten sie sich für Ökologie. Sie seien auch gegen Abtreibungen, viele wollten sie auch weiterhin verbieten, aber sie konzentrierten ihre Anstrengungen eher darauf, sie durch Unterstützungsleistungen zu verhindern. Und nur noch Einige hielten Homosexualität für eine Sünde, neue Evangelikale seien vielmehr der Ansicht, dass Homosexuelle dieselben Bürgerrechte haben sollten wie alle andere Menschen auch.

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