Frauen und der Wandel in Saudi-Arabien


Mitglieder des Frauenteams von Jeddah Kings United beim Training in Jidda. (Bild: Keystone / AP)

Um die Rechte der Frauen ist es in Saudiarabien bekanntermassen nicht gut bestellt. Dieser Missstand hat mehr mit Machtpolitik als mit Religion zu tun. Ein Wandel im Königreich könnte von den Frauen selber ausgehen.

Von Monika Bolliger, Jidda – NZZ Online

«Yalla, los geht’s!», ruft Lina al-Maina den jungen Frauen zu, welche sich in Sportkleidung im Stadion versammelt haben. Die Abayas, die in Saudiarabien für Frauen obligatorischen langen schwarzen Umhänge, haben sie abgelegt, ebenso die Kopftücher. Männer sind keine hier. Das Basketball-Training beginnt, der Ball fliegt hin und her, die Spielerinnen flitzen über das Spielfeld. «Wir sind träge geworden, ganz besonders die Mädchen. In unserem Alltag gibt es keine Bewegung! Wir sind nur im Haus oder im Auto. Und manche sogenannt Religiöse behaupten, Bewegung schicke sich für Mädchen nicht», sprudelt es aus Lina hervor. Der Einfluss konservativer Religionsgelehrter in Saudiarabien wirkt sich für die Frauen auch in Bezug auf den Sport aus.

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1 Comment

  1. Besonders in der Krankenversorgung wird der Irrsinn des strengen Islam wie in Saudi Arabien mehr als deutlich. Es gibt mit neuen Gesetzen für Frauen 5 erlaubte Berufe wie Lehrerin, Krankenschwester, Ärztin, TV-Sprecherin und Verkäuferin für Damen-Unterwäsche. Dabei dürfen Frauen nur Frauen bzw. Männer nur Männer behandeln, bedienen oder unterrichten.

    Da es nirgendwo eine Sex-Teilung einer ärztlichen Ausbildung mit Fachspezialisten gibt, werden Kranke oder Kunden oft von blutigen Anfängern behandelt und sogar operiert – da hat der Kranke Pech gehabt und Allah hilft sicher nicht. Ohne Einwilligung des Mannes kann keine Frau in einer Klinik aufgenommen werden oder sonst arbeiten, wie krank oder wie dringend es auch sein mag. In London war die Operation einer Schwangeren nur möglich, nachdem der männliche Anästhesist mit Genehmigung des Ehemann die total mit Tüchern verhüllte Frau betäuben konnte.

    In der modernen Medizin mit vielen Spezialgebieten ist die bildliche Darstellung menschlicher Körperteile unverzichtbar. Dazu gehören Röntgenaufnahmen und Tomographien. Im Islam sind menschliche Abbildungen verboten, dies Fachwissen wird weder an Universitäten noch an Klinken genutzt. Wenn aber die obersten Fanatiker schwer erkranken, dann lassen sie sich genau damit in Paris oder London heilen, der gläubige Idiot kann zu Allah beten und elendig im Land verrecken.

    Am 11.3.2002 verbrennen in Riyadh 15 unverschleierte Mädchen elendig, die versuchten aus ihrer brennenden Schule zu entkommen. Die Religionspolizei zwingt die Mädchen gewaltsam im Gebäude zu bleiben, die Rettungskräfte werden massiv behindert. Frauen dürfen ohne Schleier (Abaya) nicht auf die Straße. Nach dem Saudischen Theologieprofessor Kami Subhi bedeutet „Frauen das Autofahren zu erlauben wird einen Anstieg von Prostitution, Pornografie, Homosexualität und Scheidungsraten provozieren. Frauen verlieren beim Autofahren ihre Jungfräulichkeit, in spätestens 10 Jahren gibt es keine Jungfrauen mehr“.

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