Der Streit um die Stille – Was darf man am Feiertag?


Die Dornenkrone ist ein Symbol für das Leiden und Sterben Christi am Karfreitag, einem der höchsten christlichen Feiertage. Darf man an diesem Tag tanzen und feiern? Die Kirchen setzen sich dafür ein, dass der Feiertag "still" bleibt. Foto: epd-bild/Stefan Arend

Mit dem Palmsonntag (1. April) beginnt die Karwoche, die Zeit des Erinnerns an Jesu Sterben. Am Karfreitag, seinem Todestag, bleiben Konzerthallen, Kinos und Diskotheken vielerorts geschlossen. So regeln es die Bundesländer in ihren Feiertagsgesetzen. Gegen das sogenannte Tanzverbot regt sich inzwischen Kritik.

Von Barbara Schneiderevangelisch.de

Auch in diesem Jahr wird um die Stille am Karfreitag wieder gestritten. Nach Tanz-Flashmobs vor dem Frankfurter Römer und auf dem Bremer Marktplatz im vergangenen Jahr ruft in diesem Jahr die Gießener Piratenpartei für Freitag übers Internet zu einer Tanz-Demo auf. Auch bei den Schaustellern regt sich Kritik an der gesetzlich geregelten Ruhe: Stehen doch etwa auf dem Hamburger Frühjahrs-Dom oder der Osterwiese in Bremen an diesem Tag die Fuhrgeschäfte still.

Die Karfreitagsruhe ist in den einzelnen Landesgesetzen streng geregelt: Öffentliche Tanzveranstaltungen, aber auch Sportturniere und Konzerte mit Schankbetrieb sind am Karfreitag verboten. Je nach Bundesland verschieden, beginnt die gesetzlich festgeschriebene Ruhe schon am Gründonnerstag und kann bis Karsamstag dauern. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die „der Würdigung des Feiertages“ dienen, wie es etwa im Feiertagsgesetz von Sachsen-Anhalt heißt. Ein Verstoß kann mit Bußgeld geahndet werden. Die Geldstrafe reicht von bis zu 1.500 Euro etwa im Saarland bis hin zu 10.000 Euro in Bayern.

weiterlesen

4 Comments

  1. Um die Trennung Kirche – Staat wirklich zu realisieren, sollten ALLE kirchlich / religiös begründeten Feiertage abgeschafft werden. Wenn die eh keiner mehr braucht, reichen doch die staatlichen …

    Gefällt mir

  2. Wäre ein herzhafter Furtz am Feiertag noch drin ? Oder erlauben die Religiotenhirten nur die (leider oft sehr übelriechenden) Schleicher?

    Gefällt mir

  3. Der Depperlparagraph §166 StGB schützt diese einfältigen Religioten auch noch. Wie nicht anders zu erwarten ist die Strafe in Bayern auch noch besonders hoch. 👿

    Gefällt mir

  4. Irgendwann muß doch die Bevormundung durch die Religioten ein Ende haben ! Die Piraten werden mir zunehmend sympathischer.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.