Ein Ü-Ei für Kirchen-Deserteure


Bild: © Aktionsbündnis Kirchenaustritt, http://www.hasenfest.org
Kirchenaustritt: Zur Belohnung gibt's ein Ü-Ei

Die Initiative „Hasenfest“ will am Gründonnerstag möglichst viele Menschen dazu bewegen, aus der Kirche auszutreten. Als „Belohnung“ gibt es passend zum Osterfest ein Schoko-Ei. Die Kirchen ignorieren die Aktion noch.

Von Miryam Nadkarnihr-online

Hinter der Initiative „Hasenfest“ verbirgt sich eine Kooperation zwischen der religionskritischen humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) und dem Mainzer Onlinemagazin „Ficko“. Seit 2011 werben sie über Facebook, Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda für einen kollektiven Kirchenaustritt am Gründonnerstag – dieses Jahr trifft sich die Gruppe neben Mainz auch in Wiesbaden.

Thorsten Barnickel ist einer der Hauptorganisatoren. Der 33 Jahre alte Biologe und Patentanwalt in Ausbildung ist mit 16 Jahren selber aus der Kirche ausgetreten und hält von ihr bis heute nichts: „Das ist eine sehr einflussreiche Institution, die ihre moralischen Grundsätze von einem tausende Jahre alten Buch ableitet, das von Leuten geschrieben wurde, die weniger Ahnung von der Natur und Biologie des Menschen hatten als heutzutage viele Zehntklässler.“

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4 Comments

  1. @ Sospetto

    Das wären schon mal zwei Stimmen mehr für die Piraten. In einem früheren Kommentar habe ich die Piraten (in der Frage des Urheberrechtsschutzes) als unreife Spaß-Partei gewertet, weil doch einige Defizite und Lücken im Programm dieser Partei festzustellen sind. Aber deren konsequente Haltung in der Frage „Trennung von Staat und Kirche“ läßt die Hoffnung nach einer Veränderung keimen. In der jetzigen Situation würde ich zudem fast jede Kröte schlucken, wenn es um dieses Thema geht. Hauptsache, die Religioten werden endlich in die Schranken gewiesen.

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  2. Eigentlich wollte ich meine Stimme bei der Wahl ungültig machen, in dem ich einfach „Idioten“ quer über den Wahlzettel schreibe. Wenn sich die Piraten daran halten, was sie in Sachen „Trennung von Staat und Kirche“ propagieren, dann wähle ich die auch wenn sie noch nicht reif sind als politische Kraft. Die Grünen waren auch mal eine wählbare Partei, zumindest bis sie anfingen zu frömmeln.

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  3. Man muß sich das einfach mal plastisch vorstellen: Angeblich gebildete, erwachsene Menschen verkünden einen durch nichts bewiesenen Gottglauben, der an Kindlichkeit nicht mehr zu überbieten ist. Wer nicht an diesen Schwachsinn glaubt, wird diskriminiert und muß mit beruflichen und gesellschaftlichen Nachteilen rechnen. Allen voran sind es die Polit-Religioten in unseren Parteien, die überhaupt nicht daran denken, säkulare Grundsätze zu respektieren. Sie (die Polit-Religioten) glauben zwar überwiegend nicht an den ganzen religiotischen Zauber, aber solange es sich in Wählerstimmen niederschlägt, bekennt man sich vorzugsweise eben immer noch zum Gottglauben.

    Ich war bisher kein Anhänger der Piratenpartei, aber seitdem ich erfahren habe, dass die Piraten dem Religiotentum hierzulande den Kampf angesagt haben, ist diese Partei für mich wählbar geworfen.

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