Namibia: Afrikanische Kultur, Klappsmühlen, Dämonen und die Brights


Düne 45, Sossusvlei-Namibia, Bild: dasreiseblog.de

Namibia ist für seine Landschaft berühmt, für die weit offenen Flächen, die spektakulären Dünen und Küstenszenen. Ich möchte einen Vergleich zwischen der geologischen und der intellektuellen Landschaft ziehen.

Von Jochen Becker, Windhoek – Allgemeine Zeitung

Zwei kürzlich gemachte intellektuelle Äußerungen sollen diese typisch namibischen Erscheinungen illustrieren. Seit Wochen folge ich der Diskussion über die Exkommunizierung des Paters Petrus. Dieser katholische Priester hatte sich auf Übersinnliches spezialisiert. Gert Petrus von der Heiligen-Marias-Hilfe-Christengemeinde in Khomasdal glaubte, er sei von Mitgliedern seiner Gemeinde verhext worden. Deshalb entschloss er sich zu Gegenmaßnahmen, die ihm den „nom de guerre“ des „Tokolosche bekämpfenden Priesters“ erwarben.

Klapsmühle und Dämonenglauben

Wenn man diesen Mann meinetwegen nach Kopenhagen oder Cupertino versetzen würde, müsste man ihn dort in der Klapsmühle besuchen. Wie kann ich so was behaupten? Zwei Dinge sind außerhalb Namibias (oder Afrikas) anders: 1. Der Glaube in übersinnliche Kräfte von Dämonen, Geistern, Feen und Elfen trifft heutzutage auf große Skepsis. 2. Das Gefühl, dass Religion und ihre Vertreter von weltlichen Angelegenheiten unberührt bleiben sollten, verschwindet zunehmend. Es gibt sogar eine Organisation, die sich verpflichtet fühlt, Rationalität und Zivilrechte in diesem Bereich aufrecht zu erhalten. „The Brights“ ist eine internationale Vereinigung von Individuen, die nicht an übernatürliche Kräfte glauben und für zivile Gleichberechtigung und die Abschaffung der Privilegien für Personen und Institutionen eintreten, die an übernatürliche Kräfte glauben.

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1 Comment

  1. Wie ich schon mehrfach in Kommentaren erwähnte: Religion und esoterischer Stumpfsinn nähren sich aus denselben geistigen Quellen. Eines ist so bescheuert, wie das andere.

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