Intrigenspiel im Vatikan


Bild: (c) AP (PIER PAOLO CITO

Seit drei Jahrzehnten bestimmt Joseph Ratzinger den Kurs der katholischen Kirche. Nun wird der Papst 85 Jahre alt, und in der Kurie ist offenbar ein Kampf um günstige Positionen im nächsten Pontifikat ausgebrochen.

Von Paul KreinerDie Presse

Wie BenediktXVI. sich selbst sieht und wie er in der Öffentlichkeit gesehen werden will, darin gibt der „Osservatore Romano“ die Linie vor. Für die Hauszeitung des Papstes ist der Chef ein „milder Hirte“, von „schüchternem Blick“ und „höflicher Demut“. Aber täusche sich keiner, so lautet die offizielle Botschaft: Benedikt werde in die Geschichte eingehen als ein Papst, „der vor den Wölfen nicht zurückschreckt“ und der seine „Kirche reinigt mit Mut, Hartnäckigkeit und Geduld, auch wenn der Feind nächtens Unkraut in den Weizen streut“.

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4 Comments

  1. Quote:

    …ist der Chef ein „milder Hirte“, von „schüchternem Blick“ und „höflicher Demut“.

    Ich möchte ihn eher so beschreiben: Eine alte Betschwester, mit dem bösen Blick aus eng zusammenstehenden Falkenaugen und schmalen zusammen gekniffenen Lippen. Diese Betschwester hat als Chef der kath. Kongregation (Nachfolger der Inquisition) die Aufklärung der Kindesmisshandlungen der letzten Jahrzehnte hintertrieben und sogar bei Strafe verboten. Wie böse muss man sein, das zu tun. Sein Blick ist nicht schüchtern, er ist falsch und hinterlistig. Mild war er nur zu seinen Verbrechern.

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  2. der osservatore ist nicht auf der hoehe des aktuellen wissensstandes.
    woelfe sind hochsoziale und familienorientierte lebewesen.
    mit ihne also in der hl. mutter kirche aufraumen zu wollen kann nur heissen, dass auch der letzte hauch an sozialem verhalten zu verschwinden hat.
    aber das wollteder osservatore vermutlich nicht so deutlich verraten, oder?

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  3. Von mir aus können die sogar wieder einen oder meinetwegen auch ein Dutzend Gegenpäpste einsetzen. Wenn ausschließlich die Schäfchen das finanzieren ist das deren Sache. (Karnevals- Schützen- und sonstige Vereine müssen sich auch selbst finanzieren.) Hauptsache die Reli-Komödianten halten sich aus der Politik und von Anderstdenkenden fern.

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  4. Der Ratze wird uns eines Tages noch fehlen ! Eine bessere Zielscheibe wird sein Nachfolger garantiert auch nicht abgeben. Dem Ratze braucht man nächtens auch kein Unkraut in den Weizen streuen, den vergiftet der Ratze gleich höchstpersönlich.

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