Über das Böse und die Schwierigkeiten des Christentums


Nach christlicher Vorstellung hat Gott die Welt geschaffen - und damit auch das Böse. (Bild: dapd)

Die Unterscheidung zwischen gut und böse, richtig und falsch gebe es in allen Religionen, sagt der Wissenschaftler Hartmut Zinser. Das Christentum habe jedoch immer Schwierigkeiten gehabt, einen barmherzigen Gott angesichts des Bösen in der Welt zu rechtfertigen.

Von Anne Françoise WeberDeutschlandradio Kultur

Ralf Bei der Kellen: Wir wollen heute zum Abschluss der Themenwoche fragen, wie eigentlich die verschiedenen Religionen das Böse fassen – und vor allem, in welche Beziehung zu ihrem Gott oder ihren Göttern sie es stellen. Meine Kollegin Anne Françoise Weber hat vor der Sendung mit dem Religionswissenschaftler Hartmut Zinser gesprochen und wollte zunächst von ihm wissen, ob denn Gut und Böse in allen Religionen entscheidende Kategorien sind oder ob es sich um einen vor allem vom Christentum geprägten Ansatz handelt?

Hartmut Zinser: Die Unterscheidung zwischen gut und böse oder was ist richtig und was ist falsch, gibt es in allen Religionen. Alle Religionen – das ist keine Definition von Religion – geben Antwort auf die Frage: Was darf ich tun, was darf ich nicht tun, was kann ich hoffen? Und darunter gibt es richtige und falsche Entscheidungen. Und natürlich sind diese auch situationsabhängig und sind dann deswegen auch immer nicht eindeutig.

Anne Françoise Weber: Und sind denn der Gott oder die Götter immer gut? Also zumindest bei den antiken Göttern hat man ja so den Eindruck, die hatten – wie wir Menschen – gute und böse Charaktereigenschaften.

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2 Comments

  1. Argus7
    So einfach ist das nicht

    In der Religiotie mit Göttern, Gottgleichen, Engeln und Dämonen wird immer der größte Lügner, Betrüger oder skrupelloseste Wortverdreher zum Oberhirten. Etwa 25% der Menschen stellen weder den Führer noch seine Befähigung in Frage. Religioten können nie eine Demokratie gestalten, alle Aktionen stärken den Despotismus des all-wissenden Oberhirten, typisch in den ewig wahren 245 RKK Dogmen. Die selbst ernannten Oberhirten kaschieren ihre Unfähigkeit neben all-wissend und all-gütig mit dem Auserwählt-Syndrom als kranke Paranoia, die freies Denken und Handeln unterbindet. Diskriminierung, soziopathische Perversion, Mord, heiliger Krieg und Ausbeutung wird den Gläubigen als ehrenhaftes Handeln abverlangt, die Schuld wird zum Gott gewollten Verhalten umdefiniert, bekannt als „Robin-Hood“ Neutralisation.

    Durch Drohung und Terror sichert sich ein religiöser Humbug zahlende Idioten und manifestiert damit fundamentale Zweifel am einzig wahren Glauben. „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der—Drohung, Drohung, Drohung“. Die Religionsführer handeln entgegen jeder gepredigten Moral und Ethik, sie lassen morden, rauben, fälschen, sie missbrauchen, saufen, huren, zocken und bedrohen ihre Elite mit „Rauswurf“ bei Entzug aller Privilegien. Paranoide Systeme wie Religionen und Diktaturen überleben nur indem sie Protest, Kritik und Abweichung brutal unterdrücken. Dies wird dann als Konterrevolution, Antichrist, Anathema, Blasphemie umgedeutet.

    Was bitte soll so ein moralisch verkommener Opportunist nach seiner Karriere in einem Religiotenhaufen noch von sich geben außer Laber-laber-laber-laber, vielleich alternativ Bla-bla-bla-bal

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  2. Das Gute und das Böse steckt (theoretisch) in jedem Menschen drin. Das Problem besteht lediglich darin, dass die katholischen Religioten vom Guten reden und das Böse im Nachhinein durch die Beichte sanktionieren. Eine überaus praktische Lösung.

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