Patchwork-Religion


Zwei junge Frauen meditieren vor Buddha-Statuen. © Stefan Puchner/dpa

Immer mehr Menschen praktizieren Religion als Patchwork. Ihre Kritiker warnen vor postmoderner Beliebigkeit.

Von Maximilian Probst | Patrik Schwarz ZEIT ONLINE

Pro: Maximilian Probst plädiert für den freien Gebrauch der Religion: Ihr Sinn ist, dass sie Menschen verbindet

Religionen fallen nicht vom Himmel. Religionen sind Menschenwerk, und wer an eine der großen Weltreligionen glaubt, der glaubt an eine Handvoll Menschen, die sich aus dem, was sie zu ihrer Zeit vorfanden, eine neue, zuerst einmal: ihre eigene Religion zusammengebastelt haben. Jene wahre Religiosität, wie sie uns die Stifter lehren, zeichnet sich darum durch eine gewisse Gelassenheit, Lässigkeit oder auch Nachlässigkeit im Umgang mit den Regeln aus. Genau darin hat ihr Aufbruch bestanden. Problematisch werden Religionen hingegen dann, wenn die Bastelei an ihrem Grund verschleiert wird, als seien sie aus einem Guss: unantastbar, der Zeit enthoben.

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1 Comment

  1. Religion ist nichts anderes als ein offensichtlicher Mangel an realistischem, vernunftorientiertem Denken. Das ist gleichzeitig die Grundlage für den perfekten Selbstbetrug.

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