Vatikan im Fall Orlandi: Kein Einsatz und Verschleierung


Emanuela Orlandi, Bild. archivio900

Der Vatikan hat auf Vorwürfe einiger italienischer Medien reagiert, der Heilige Stuhl habe im Fall Emanuela Orlandi nicht alles ihm Mögliche getan, um dem Verschwinden der Vatikanbürgerin auf den Grund zu gehen. Am 22. Juni 1983 war die damals 15-jährige Orlandi entführt worden; sie ist bis heute verschwunden. Der Fall hatte international für Aufmerksamkeit gesorgt, über einen möglichen politischen Hintergrund kursieren Gerüchte. In jüngster Zeit wurde in Italien erneut über den Fall spekuliert, „jemand aus dem Vatikan weiß die Wahrheit“, hieß es in Presseberichten. Es folgte an diesem Samstag die Erklärung des Vatikans.

Radio Vatikan

An eine detailliierte Überprüfung der Ereignisse sei nach so vielen Jahren nicht zu denken, schickt Vatikansprecher Pater Federico Lombardi zu Beginn der dreiseitigen Erklärung vorweg. Es bestand und besteht aber „volle Bereitschaft zur Zusammenarbeit“ der vatikanischen Verantwortlichen mit den italienischen Behörden, sagt Lombardi und führt Beispiele an. So hätten die Ermittler damals Zugang zur vatikanischen Telefonzentrale gehabt, um eingehende Anrufe möglicher Entführer zu hören. Der Vatikan habe auch das Abhören des Telefons der Familie Orlandi erlaubt. Dank der Zusammenarbeit zwischen italienischen und vatikanischen Behörden sei es gelungen, Täuschungsversuche „angeblicher Informanten“ abzuwenden.

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1 Comment

  1. Einzelne Individuen interessieren doch den Vatikan nicht. Bei denen bringt´s nur die Masse. Im übrigen waren und sind die die wahren Meister im vertuschen.

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