Ein Riss durch die Welt


Zwischen Himmel und Erde. Blick auf die Niederrheinbrücke der Autobahn A4 in der Nähe von Düsseldorf. - Foto: dapd

Religiöses und wissenschaftliches Denken klaffen immer weiter auseinander. Aber wieweit dürfen beide Weltbilder in einem sich aufgeklärt nennenden Menschen aufeinandertreffen, ohne intellektuell unredlich zu sein?

Von Uwe LehnertDER TAGESSPIEGEL

Bekennenden Christen gemeinsam ist im Prinzip der heilsgewisse Glaube an einen barmherzigen Gott, an die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen, an die Sündenvergebung durch den Opfertod von Jesus, an die eigene Wiederauferstehung nach dem Tod, an eine wie auch immer geartete Hölle als Ort ewiger Verdammnis. Wie viele Kirchenmitglieder aber sind wirklich noch bekennende Christen?

Das Spektrum christlicher Glaubenspraxis in Deutschland reicht vom Kreationismus, also einer wörtlichen Interpretation der Bibel, bis hin zum Atheismus in der Kirche. Eine Studie über den Glauben der Hessen ergab, dass Christen im engeren Sinne sogar innerhalb der Kirchen eine Minderheit darstellen.

Im Biologie-, Physik- oder Lebenskundeunterricht erhalten Schüler Einsichten, die vielfach religiösen Auffassungen widersprechen. Die Frage ist, wieweit dürfen religiöses und wissenschaftliches Weltbild in einem sich aufgeklärt nennenden Menschen auseinanderklaffen, ohne intellektuell unredlich zu sein?

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3 Comments

  1. Eine Problematik des systemkonformen Verhaltens

    Die frommen Betbrüder und Betschwestern gehen brav in die Kirche, lassen sich die kräftig beschwurbeln, bekommen dafür einen Zombie-Keks in den Mund und sorgen durch ihre Zahlungen für die Existenz des Systems. Die Veranstalter sind teilweise bis zu 15% Kriminelle, die nach Lust und Laune kleine Kinder vernaschen.

    Die frommen Typen von den anderen Feldpostnummer finden das prima, verkünden wie Superintendent Mensing-Braun noch 1960 über Adolf Eichmann “eine grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre”. und finden bei den Anhängern so viel Unterstützung, dass noch welche Zombilogie studieren

    Die rechten strammen Burschen schlagen sich in studentischen Verbindungen, brüllen im Suff Ausländer raus, marschieren mit Springerstiefeln, Bomberjacke und Glatzkopf durch die Straßen und schüchtern die Menschen ein, damit kriminelle Mördertrios durch die Lande ziehen und wahllos Ausländer erschießen

    Ab wann sollte und muss jemand bereit sein für die Gestaltung seines Lebens Verantwortung zu übernehmen und nicht alles mit „ich habe ja nichts davon gewusst“ zu entschuldigen. Ab wann stehen wissenschaftliche Erkenntnis und historischen Wissen über Kindermärchen

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  2. Oben verlinkter Text ist natürlich eine redaktionelle Bearbeitung des – kirchennahen – Tagesspiegels. Pointierte Aussagen des Oriignaltextes wurden leider nicht wiedergegeben, Leider fanden auch Kürzungen von Textstellen statt, die mir wesentlich waren. Dennoch ist es erfreulich, dass überhaupt so ein glaubenskritischer Text in dieser an sich guten, aber eben in puncto Religion und Kirche einseitigen Zeitung erscheint. Auch muss fairerweise gesagt werden, dass der Artikel trotz Kürzungen und Umformulierungen die von mir grundsätzlich intendierte Kernaussagen wiedergibt.

    Wer den Oriignaltext lesen möchte, sei auf meine Internetadresse verwiesen:
    http://www.uwelehnert.de , dort in der Rubrik Aktuelles!

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  3. Wie ich schon mehrfach in diesem Forum ausführte, ist das weltweit herrschende Religiotentum das größte Hindernis für den intelektuellen und philosophischen Fortschritt der Menschheit. Der bestehende Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft ist nun mal nicht zu überbrücken. Wie ich auch schon mehrfach erwähnte, laßt sich Scheiße beim besten Willen nicht in Marmelade umwandeln. An dieser Tatsache hat sich nichts geändert.

    Religion ist eben ein reines mystisch befrachtetes Fantasieprodukt, während die Wissenschaft auf der nachweislich existierenden Realität fundiert. Wenn es angeblich zwischen Himmel und Erde noch andere Dinge gibt, sollten wir die unergiebige Spekulation darüber den unverbesserlichen Mystikern und den gehirngewaschenen Religioten überlassen.

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