Vatikan mobbt weltoffene Nonnen


Der Vatikan will die größte Organisation US-amerikanischer Nonnen unter Aufsicht stellen. Die Nonnen würden sich nicht gegen Abtreibung und Homosexualität engagieren.

Von Dorothea Hahn taz

Wegen „Abweichungen“ vom Dogma, wegen „radikaler feministischer Themen“ und  wegen unzureichender Verteidigung des „Rechtes auf Leben“ will der Vatikan die größte Organisation US-amerikanischer Nonnen unter Aufsicht stellen.

In einem Dokument listet der Vatikan zahlreiche ideologische Verfehlungen der „Leadership Conference of Women Religious“ (LCWR) auf. Und beauftragt den erzreaktionären Erzbischof von Seattle, Peter Sartrain, die Nonnen auf die richtige Linie zu bringen. Zwei weitere Bischöfe sollen ihm dabei helfen. Für diese Arbeit gibt der Vatikan ihnen fünf Jahre Zeit.

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2 Comments

  1. Mich wundert es schon immer, dass sich Nonnen – aber auch normale Katholikinnen – von diesem arroganten, selbstgerechten und weltfremden Oberpfaffen im Vatikan gängeln und bevormunden lassen ! Respekt und Mitleid haben diese Damen allerdings erst dann verdient, wenn sie ihrem Oberboss endlich mal ordentlich Bescheid stossen. Man kann nämlich auch als Nicht-Katholikin ein gutes und anständiges Leben führen. Ich jedenfalls würde mich schämen, einer Vereinigung anzugehören, die ein solch blutige Historie vorzuweisen hat. Einfach mal etwas in Geschichtsbüchern blättern, dann müßten einem eigentlich die Augen aufgehen !

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  2. Ich empfinde beinahe so etwas wie Respekt für diese Nonnen, wenn da nicht dieser „Schock“ wäre, den die Nonnen angesichts des wahren Gesichts der RKK empfinden würden.
    Die wussten schon, dass sie ein Teil der Katholen sind, oder?
    Und die katholischen Dogmen bezüglich freien Entscheidungen über die individuelle Partnerwahl und das Recht auf Geburtenkontrolle?
    Dass viele US-Bürger, ganz besonders die religiösen irgendwo hinter dem Mond leben, wusste ich schon. Aber diese Überraschung,die die LCWR zeigt, deutet eher auf eine tiefe Höhle auf dem Mars als Wohnort der letzten 200 Jahre hin.

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