B. Kanitscheider: „Aus dem einen Leben das Beste machen“


Bernulf Kanitscheider lehrte Philosophie der Naturwissenschaft an der Universität Gießen und ist Buchautor. Zuletzt erschien "Das hedonistische Manifest" (Hirzel-Verlag). - Foto: Universität Gießen

Wer nach Glück, Genuss und Lust strebt, handelt durchaus philosophisch, sagt der Philosoph Bernulf Kanitscheider im Tagesspiegel-Gespräch.

Von Hartmut WewetzerDER TAGESSPIEGEL

Herr Kanitscheider, Sie sind Philosoph und haben ein hedonistisches Manifest verfasst. Was ist eigentlich Hedonismus?

Da gilt es erst mal ein Missverständnis aufzuklären. Im Alltag versteht man unter einem Hedonisten jemand, der nicht gerne arbeitet, der andere für sich schaffen lässt und sich gemütlich zurücklehnt – aber nicht jemand, der das gelungene Leben sucht. Letzteres ist das philosophische Verständnis des Hedonismus. Im Mittelpunkt steht das Glück, vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Leben nur eine endliche Zeitspanne währt. Das haben schon die alten Griechen erkannt.

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2 Comments

  1. Zum Glück für die Menschheit gibt es auch Menschen wie den Prof. Kanitscheider. Leider in der Relation zu den Religioten und sonstigen Hokuspokusgläubigen viel zu wenige. Beruhigend ist es jedoch allemal. Und die Hoffnung auf eine, einst globale Gemeinschaft des „echten“ Homo sapiens, stirbt zuletzt.

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  2. Prof. Kanitscheider fiel mir vor einigen Jahren auf, als ich ein Streitgespräch zwischen ihm und dem Astrologen Dr. Peter Niehenke über Astrologie im Internet las. (Auf welch unerklärlichen Wegen kommen Astrologen eigentlich zu ihrem Doktortitel !?) Seitdem bin ich einer seiner Fans und werde nicht versäumen, mir sein neuestes Buch zu besorgen.

    Infos über die Pseudowissenschaft Astrolgie vermittelt der nachstehende Link: http://www.astrologiezentrum.de/aktuelles/kontroverse/kontroverse2.html

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