Innsbruck: Fakultätstag beleuchtet den „neuen Atheismus“


Bild: bistum-augsburg.de

„Der neue Atheismus: Argumente, Analysen, Antworten“ lautet der Titel eines „Dies academicus“ (Fakultätstag) und zugleich Diözesantages an der Theologischen Fakultät Innsbruck am kommenden Donnerstag. Dort lehrende Theologen setzen sich dabei mit den Thesen gegenwärtiger Religionskritiker wie Richard Dawkins auseinander.

kathweb

Persönlich anwesend und „Reibebaum“ einer Auseinandersetzung auf akademischem Niveau ist mit dem Gießener Philosophen und Theologen Franz Josef Wetz ein bekennender Atheist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der religionskritischen deutschen Giordano Bruno Stiftung.

Spätestens seit dem Bestseller „Der Gotteswahn“ sei der „neue Atheismus“ zu einem kulturellen Trend geworden, heißt es in der Ankündigung. Alte und neue Einsprüche gegen Gott und Religion und auch gegen die konkrete Kirche hätten neue Plausibilität gewonnen. Die Innsbrucker Theologische Fakultät und die Diözese Innsbruck wollen mit ihrem gemeinsam gestalteten „Dies academicus“ fundierte Gegenargumente einbringen. “

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10 Comments

  1. Was erwartet ihr von Menschen, denen man von Kind an gewaltig ins Gehirn geschissen hat.

    Die Instruktion zur Berufung von Theologen vom Mai 1990 definiert die Glaubenkongreation derart, dass sie als Lehrfach so wenig an eine Universität gehört hat wie Voodoo, Astrologie oder Homöopathie. Das Bundesverwaltungsgericht (2005, BVerwG 2 C 31.04) entscheidet so im Fall Lüdemann.

    Theologen studieren 4-8 Jahre Zombilogie unter Ausblendung historischer Fakten und realem Wissen. Das agieren Dämonen, Tote werden zum Leben erweckt, Blinde können sehen, Körperteile wachsen nach, Lebensmittel enstehen aus dem Nichts, Menschen wandeln auf dem Wasser, Tote stehen wieder auf, wandeln umher usw. Alles ist seit 2000 Jahren real und wird nur innerhalb dieses Irrsinns pseudo-wissenschaftlich diskutiert.

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  2. @Harry

    „Wetz‘ Gotteswahn“?…..ich kenne nur Dawkin’s „God Delusion“, das im deutschen als „Gotteswahn“ verkauft wird.

    Mein Bonner Profs für Russische Geschichte plädiert immer dafür, ein Buch erst dann zu zitieren, wenn man es gelesen hat…Übrigens das Original ist noch viel besser als die deutsche Übersetzung, ausserdem gibts das schon preiswert als Paperback. 😉

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  3. Die Deutschen wollen doch gar nicht diskutieren! Wir leben in einer postmodernen Zeit der Toleranz, weswegen auch Wetz´ „Gotteswahn“ völlig deplaziert war in der Art seines Aufbaus. Alt68er Spiegelleser gehen mit ihren Parolen zusammen mit religiösen Absolutisten in einem Rauschen der Ignoranz unter, weils kaum jemand interessiert. Wahrheit gibt es nicht, warum sich also die Mühe machen sie zu suchen? Viele Christen wissen gar nicht, was sie glauben, sie gehören einfach dazu und haben keine Ahnung, warum sie sich selbst so nennen. Sie sind dabei, weils sich gut anfühlt, sie gute „Erfahrungen“ gemacht haben, die Leute nett sind, oder weils „schon immer so war, aus Tradition halt“. Im Prinzip passt da Alexias Post genau rein..

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  4. @Alexia
    Ich würde dir zustimmen, wenn wir eine Trennung von Kirche und Staat hätten.
    Ich bin aber nicht bereit, mir Vorschriften machen zu lassen, mein Leben einschränken zu lassen, weil es jemand durch seinen imaginären Freund befohlen wird. Dagegen muss etwas getan werden, um gerade keine amerikanischen Verhältnisse zu bekommen.
    Diese sind absolut zu verhindern, in diesem Punkt sind wir uns zu 100% einig.

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  5. @Karsten & Rolo:
    Naja. Ich bin die ersten 8 Jahre meines Lebens in der DDR aufgewachsen.
    Da hat es der Staat für mich übernommen, mir unerwünschte Religionseinflüsse vom Hals zu halten. Und die staatlichen Doktrien wurden so plump propagiert, dass sie auch nicht gefruchtet hätten.
    Trotz der agressiven Missionierungsbemühungen glaube ich, dass pures Ignorieren die beste Waffe ist. Lasst Prediger ins Leere laufen und sie verlieren den Boden unter den Füßen. Stellt euch Ihnen aktiv entgegen und sie haben plötzlich einen Angriffspunkt und ein präsentierbares Feindbild.
    Dann würden auch in Europa bald Zustände wie in den USA herrschen.
    😦

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  6. @Rolo
    Bei den wirklich Gläubigen gebe ich dir natürlich Recht, aber der Grossteil der Menschen die die Kirchen unterstützen, haben keine Ahnung davon, wofür diese wirklich stehen, oder unterstützen diese, weil „sie Gutes tun“. Wenn wir diese Mythen aufklären, und den Glauben mit der Wirklichkeit in Konflikt bringen, wird sich ein Grossteil von den Kirchen abwenden (wie es momentan geschieht).
    Ich konnte schon einige Bekannte „auf den rechten Weg“ bringen, aber ich gebe zu, es kostet einige Zeit an Diskussionen. Aber die ist es Wert, jede Stimme ist wichtig.

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  7. @Karsten
    Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Allerdings ist es bei Religioten besonders schwierig etwas vernünftiges zu erreichen, denn wie sagt schon der Poet ? „Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens“ .

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  8. Da Religionsvertreter wesentlichen Einfluss auf unserer aller Leben ausüben (Politik, Recht, Medizin, „Moral“,…) kann man als Atheist diese leider nicht ignorieren!
    Unser Ziel muss es sein den Einfluss der Religionen aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, dann sind mir Religionen wirklich wieder piepegal. Solange stehe ich zu einem kämpferischen Atheismus!

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  9. Theologische Fakultät ! 🙂
    Welch sinnlose Geisteskraftverschwendung. Sofern überhaupt (sinnvoller Geist) vorhanden.

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  10. Ich vermisse den alten Atheismus. Der war so viel entspannter als der neue Atheismus. Im alten Atheismus haben nicht nur irgendwelche Götter keine Rolle gespielt sondern Religionen selbst auch nicht.
    Die „Seiten“ haben sich gegenseitig ignoriert, es wurde weder missioniert noch entmissioniert und keiner hat sich bedroht gefühlt.

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