Vom Papst-Tod, Rugby und koptischen Christen


Rugby "tackle", Bild: wikipedia

Britischer Humor in der Statistik: Der eigentlich widerlegte Zusammenhang zwischen Papst-Tod und Siegesjahren der walisischen Mannschaft besteht doch, wenn auch koptische Christen berücksichtigt werden

Von Dörte SaßeWissenschaft aktuell

Rugby ist in Wales nicht nur Nationalsport, sondern auch eine Art Religion. Vielleicht deshalb kursiert seit geraumer Zeit die Regel: „Jedes Mal, wenn Wales den Rugby Grand Slam gewinnt, stirbt ein Papst. Außer 1978, da war Wales besonders gut und zwei Päpste starben.“ Zwar entlarvte eine Studie diesen statistischen Zusammenhang eigentlich als kaum haltbar und deshalb als modernen Mythos. Doch jetzt vermeldet ein britischer Forscher mit einem Augenzwinkern im “British Medical Journal”: Die Regel stimmt doch – wenn man auch die Päpste der koptischen Christen berücksichtigt.

„In diesem Jahr starb der koptische Papst Shenuda III., an genau jenem Tag, als Wales den Grand Slam gewann“, erklärt der Arzt Edward Snelson vom Children’s Hospital im britischen Sheffield. „Er war 41 Jahre lang Papst und folgte auf Cyril VI., der 1971 starb, im selben Monat, als Wales auch den Grand Slam gewann.“ Ein Grand Slam bedeutet im Rugby Union, der weltweit verbreitetsten Rugby-Variante, dass eine Mannschaft im alljährlichen Six Nations-Turnier all ihre Gegner in der Union besiegt.

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2 Comments

  1. Ich werde ab sofort nicht versäumen, dem walisischen Rugby-Nationalteam die Daumen für eine lang anhaltende Siegesserie zu drücken ! Mögen sie den Grand Slam hoffentlich im Zuge einer ewig andauernden Serie gewinnen. In diesem Falle würde ich sogar für die Siege beten, wenn es denn etwas nützen würde.

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  2. Sehr witzig dieser britische „Forscher“. Übrigens, in Rio ist gestern Abend ein Sack Kaffee umgefallen. LOL

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