Wenn Hass auf Staatskosten ertragen werden muss


Demonstranten in London fordern die Abschiebung des Hasspredigers Abu Qatada nach Jordanien ©REUTERS

England darf nach dem Urteil seiner Gerichte einen Islamisten abschieben. Dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg das verhindern kann, macht viele Briten wütend.

Von Thomas KielingerWELT ONLINE

Jeden Morgen, so bekannte unlängst David Cameron, packe ihn die Frustration: „Wie bitte? Der ist immer noch in unserem Land? Ich würde ihn am liebsten selber im Flugzeug begleiten, das ihn deportiert, um ganz sicher zu gehen, dass wir ihn auch wirklich los sind.“

Der Mann, auf den sich die Verärgerung des britischen Premiers bezog, heißt Scheich Abu Qatada, ein geborener Jordanier, der seit 1993 als politischer Asylant in England lebt, wo er sich schon bald als prominenter Hassprediger und Dschihad-Aufrufer profilierte. Qatada gehörte zu jener Gruppe radikaler Islamisten, die der britischen Metropole zu dem Etikett „Londonistan“ verhalfen – Schlupfwinkel für Anhänger des globalen Terrorismus.

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3 Comments

  1. Seltsam seltsam, dass sich die Briten von „Europa“ was vorschreiben lassen. Mal abgesehen von der Frage, wie man einen Urteilsspruch denn durchsetzen will? Ein paar Flics durch den Ärmelkanaltunnel schicken?

    Es gibt doch mit Sicherheit genug verwaltungsmäßige Tricks in einfach aushungern zu lassen.

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  2. In diesem Fall könnte man sogar versucht sein, den Europäischen Gerichtshof – zusammen mit diesem Scheich – in einem von Rolo beschriebenen, weit abgelegenen Ort, zu exportieren. Das Menschenrecht wird von Juristen in einem solchen Fall schon mal ziemlich pervers interpretiert. Da wird Recht schon mal zu offenkundigem Unrecht. Das kann schon mal in Europaablehnung ausarten, was wir ja eigentlich nicht möchten.

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  3. Wenn sich Christen in islamischen Ländern so aufführen wie der olle Scheich auf dem Foto da oben, haben sie bestimmt sogar noch schlechtere Karten als der. Mit „nur“ abschieben wäre bei den meisten da nichts drin. Die Typen, die meinen sie müssten missionieren, egal für welchen bescheuerten Verein, gehörten allerdings grundsätzlich abgeschoben. Möglichst weit weg von der Zivilisation, mit Schwertern ausgestattet, könnten sie ihre abartigen Probleme auf ihre „nächstenliebende“ Art und Weise, ganz unter sich und in aller Ruhe lösen.
    – Und auf der Welt wäre (vielleicht) ein klein wenig mehr Frieden- ?

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