Schweizer Nationalrätin Rickli will Deutsche aussperren


Natalie Rickli ist das politische Ziehkind des berüchtigten Christoph Blocher.
Foto: Reuters

Eine Abgeordnete der rechten Schweizerischen Volkspartei (SVP) wettert öffentlich gegen Deutsche, die angeblich Schweizern die Jobs klauen. Jetzt streitet das Land darüber, ob die Zuwanderer tatsächlich ein Fluch sind – oder doch eher ein Segen.

Von Jonas NonnenmannFrankfurter Rundschau

Natalie Rickli von der Schweizer Volkspartei SVP weiß, was sie sagen muss, um ihre Anhänger bei Laune zu halten.

„Sind wir ehrlich: Die Leute regen sich halt auf, weil zu viele Deutsche im Land sind“, sagte die Nationalrätin im zweiten Teil des Schweizer SonnTalk in die Runde.

„Die Deutschen?“, fragt der Moderator verwundert. Ja, sagt Rickli, der Ansturm aus dem Nachbarland erhöhe den Druck auf den Arbeits-und Wohnungsmarkt. Sie habe mehrere Zuschriften von Schweizern erhalten, die ihre Arbeit an jüngere Deutsche verloren hätten.

weiterlesen

4 Comments

  1. @Argus7 (konnte den Comment leider nicht anhängen): Sie sagen, dass die SVP-Unterstützer eine fremdenfeindliche Gesinnung haben. Das habe ich schon oft gehört und darüber nachgedacht. Klar, die SVP ist die Partei, mit der striktesten Ausländerpolitik. Doch ich habe noch nie ein Ausländer-Thema gefunden, bei dem ich sagen könnte: „Ja. Das ist nur Fremdenhass.“ Können Sie mir ein Beispiel mit Argumentation geben?
    Meine Meinung zu Frau Rickli ist hier zu finden

    Gefällt mir

  2. Was ist das denn für ein Aritkel?! Von objekivität kann man wohl kaum reden. Es wird nur eine Seite des Problems gezeigt. Die, bei der man gegen Rickli und die SVP gehen kann.
    Es wird geschrieben, dass Rickli „wettert“. Das doch stimmt nicht einmal. Sie hat lediglich Ihre Ansicht zu diesem Thema geschildert. Sie hätte das professioneller/diplomatischer machen können, doch mit dem Wort „wettern“ will man doch nur provozieren (was ja auch nicht sehr professionell ist).
    Die SVP ziehe über Migranten her. Falsch!!! Sie zieht lediglich eine strikte Politkrichtung durch. Politik ist eben kein „Schmusgegeschäft“. Wenn man gegen etwas ist, darf/soll man das auch sagen. Ich bin froh, dass die SVP etwas gegen die extreme Einwanderung, etc. macht. Ansonsten wäre die Schweiz schon lange überfüllt.

    Gefällt mir

  3. Die SVP (Schweizerische Volkspartei) gibt es erst seit 1971. Ihr Vorläufer war die frühere Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartie (BGB). Mein Vater pflegte die BGB als „Füdlibürger-Partei“ zu bezeichnen. Ins Hochdeutsche übersetzt: bedeutet dies: Arschbürger-Partei.

    Die SVP ist eine streng nationalistische, rechtskonservative Partei, die man durchaus mit der deutschen NPD gleichsetzen könnte. Dass diese drittgrößte Partei in der Bevölkerung großen Rückhalt hat, macht die Schweizer Bürger nicht unbedingt sympathisch. Deren fremdenfeindliche Gesinnung wird zwar nur hinter vorgehaltener Hand gepflegt und aus Rücksicht auf den Tourismus nicht offen ausgelebt. Die Vorbehalte gegenüber Ausländern konnte ich seinerzeit als ich noch in der Schweiz lebte und als privater Fremdenführer arbeitete, hautnah erleben. Angefangen vom Hotel-Portier bis hin zum Bedienungspersonal waren die Vorbehalte gegenüber deutschen Gästen offenkundig. Uns Eingeweihte konnte auch das freundliche Grinsen des Portiers beim Empfang von deutschen Gästen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich hinter dieser Fassade kaum verhüllter Deutschenhass verbarg. Hinzu kam die Tatsache, dass deutsche Gäste bei Trinkgeldern weitaus sparsamer waren als Gäste aus anderen Ländern, wie z.B. den USA, Frankreich oder Italien. Solche Verhaltensweisen trugen nicht geradezu zur Beliebtheit der Deutschen bei.

    Dass sich jetzt eine Vertreterin der SVP öffentlich als deutschfeindlich zu erkennen gibt, verwundert mich wenig, denn die Fremdenfeindlichkeit, insbesondere gegenüber Deutschen, hat in der Schweiz eine lange Tradition. Teilweise kann das sicher auf die Ängste der Schweizer im 2. Weltkrieg zurückgeführt werden, denn es war über Jahre hinweg nicht auszuschließen, dass deutsche Truppen ins Land einmarschieren würden, um den Nachschubweg für das deutsche Afrikakorps durch den St. Gotthard zu verkürzen.

    Man sollte diese offen bekundete Feindseligkeit der SVP zum Anlaß nehmen, um diesen Leuten ein für allemal aufzuzeigen, dass solche Verhaltensweisen sich auch negativ für die Schweiz auswirken könnten. Wenn deutsche Urlauber sich nämlich zu einem Urlaubs-Boykott entschließen würden, könnte eine solche Maßnahme die Arschbürger von der SVP durchaus zum Nachdenken bringen. Sie würden dann nämlich von der schweizerischen Tourismusindustrie gehörigen Druck zu erwarten haben. Und wenn’s ans Geld geht, hört auch bei den Schweizern der Spaß auf !

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.