JP2: Wunder gibt es immer wieder


Schwester Marie Simon-Pierre mit einem Foto von Papst Johannes Paul II. im Januar bei einer Pressekonferenz in Aix-en-Provence. Foto AFP/Gérard Julien

Der Vatikan prüft gegenwärtig mehrere Berichte über unerklärliche Heilungen, die auf Fürsprache von Papst Johannes Paul II. erfolgt sein sollen. In „drei oder vier Fällen“ habe man erste medizinische Untersuchungen eingeleitet, sagte der Postulator des Heiligsprechungsverfahrens, Slawomir Oder, in einem Interview der Tageszeitung „Avvenire“.

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Seit der Seligsprechung vor genau einem Jahr seien einige Dutzend Berichte über Gnadenerweise eingegangen, die dem seligen Papst zugeschrieben würden, berichtete Oder. Diese kämen vor allem aus Europa, etwa aus Polen, Italien und Spanien, aber auch aus den USA, Mexiko, Kolumbien und Brasilien.

Johannes Paul II. wurde vor einem Jahr, am 1. Mai 2011, von seinem Nachfolger Benedikt XVI. auf dem Petersplatz seliggesprochen. Es handelte sich um das kürzeste Verfahren der neueren Kirchengeschichte. Der aus Polen stammende Oder hat dabei als Postulator die Rolle eines Anwalts für den verstorbenen Papst inne.

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2 Comments

  1. Dieser Fall belegt einmal mehr die Nähe der wundergläubigen katholischen Religion zur ebenfalls wundergläubigen Esoterik. Wie einigen Lesern dieses Blogs noch in Erinnerung sein dürfte, hat man mir im Jahre 2005 aufgrund einer Krebsdiagnose (CUP-Syndrom) noch eine Lebenserwartung von max. 6 bis 12 Monaten prognostiziert. Seitdem sind rund 7 Jahre vergangen und – wie man sieht – lebe ich noch immer. Ich versichere an dieser Stelle an Eides Statt, dass ich nie in meinem Leben mit einem Katholen-Papst Kontakt hatte. Wer etwas anderes behauptet, den verklage ich wegen Beleidigung, Verleumdung bzw. übler Nachrede.

    Solche Spontanheilungen sind gar nicht mal so selten und einzig und allein auf das Wirken des menschlichen Immunsystems zurückzuführen, welches rund 80 % aller Krankheiten – vom Schnupfen bis hin zur Krebserkrankung – selbsttätig heilt. Mehr Infos dazu unter http://www.esowatch.com/index.php?title=Wer_heilt_hat_Recht

    Unter diesem Link ist auch nachzulesen, was man von dem oft zitierten, dämlichen Satz „Wer heilt, hat Recht“ zu halten hat. Ein von Homöopathie-Freaks häufig verwendetes Totschlag-Argument.

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  2. Wenn es überhaupt ein Wunder gibt, so ist dies die Kirche selbst. Wenn, zumindest des Lesens kundige Menschen, denen den Mist abkaufen, ist das schon sehr verwunderlich. Diese, sich selbst als Schafe bezeichnenden Mitläufer, finden den ganzen emotionalen Seelenzauber allerdings -wunderbar-. Oh Wunder! Es scheint, als sei der Begriff „Wunder“ die Bezeichnung für „fehlendes Denkvermögen, gepaart mit zweckmäßigerweise eingetrichtertem, für die Machterhaltung der Anführer notwendigem, Devotismus“.

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